Ostalbkreis

03/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/30/2026 04:46

Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft – Realität oder Zukunftsmusik

Nr. 134 vom 30.03.2026

Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft - Realität oder Zukunftsmusik?

Rund 40 Teilnehmende folgten der Einladung des Innovationszentrums Landwirtschaft 4.0 zu einem Vortrag von Prof. Dr. Anthony Stein von der Universität Hohenheim zum Thema "Künstliche Intelligenz". Die Veranstaltung konnte auch live im Streaming verfolgt werden.

Nach einer kurzen Einordnung des Begriffs "Künstliche Intelligenz" und der Übertragung auf die Domäne "Landwirtschaft" gab Dr. Stein einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklungen der KI-Technologie in der Landwirtschaft. Anhand von Beispielen stellte er derzeit verfügbare KI-gestützte Lösungen vor und zeigte sich neu abzeichnende Trends auf. Ein Beispiel war die Melkrobotik, die die Landwirtinnen und Landwirte bereits quantitativ bei der Arbeit entlastet. Die gelieferten Daten können als Entscheidungsgrundlage dienen, die eigentlichen wichtigen Entscheidungen liegen jedoch nach wie vor bei den Landwirtinnen und Landwirten.

Intelligente AGTech-Systeme (Agricultural Technology) sind bereits Realität geworden, das ganze System steht jedoch noch am Anfang. Dieses sogenannte "System of Systems", das heißt die Verbindung oder Interaktion zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz, wird in Zukunft sowohl in der Forschung als auch in der Umsetzung immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Zum Abschluss benannte Prof. Dr. Stein wichtige Punkte, um bestehende Hindernisse zu adressieren und eine höhere Akzeptanz dieser Technologie in der Praxis zu fördern:
Transdisziplinäre Forschung sei wichtig, um Vertrauen in diese Technologie zu bilden, eine Stärkung der digitalen Kompetenzen der Landwirtinnen und Landwirte sei dafür notwendig.
Darüber hinaus müssten landwirtschaftliche Datenräume geschaffen werden, die eine Vernetzung und Analyse dieser Informationen ermöglichen. Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang sei die Datensouveränität, die generierten Daten müssten beim Landwirt verbleiben. Die Anschaffung dieser modernen technischen Ausstattung sei kapitalintensiv, genossenschaftliche Zusammenschlüsse würden für die Finanzierung daher immer wichtiger.

Um einen langfristigen Wandel zu erreichen zu können, müsse zudem das Thema Künstliche Intelligenz fest in der Ausbildung verankert werde. Für die Sicherstellung einer fortlaufenden und fundierten Weiterentwicklung müssten Beratungsstellen zur Digitalisierung eingerichtet werden, um auch nach der Ausbildung immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Dr. Steins Fazit: Der Fachkräftemangel ist auch in der Landwirtschaft eine große Herausforderung. Daher ist die Forschung zum Einsatz humanoider Robotik weiter voranzutreiben.

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