Bundesland Brandenburg

04/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/27/2026 00:56

Festgottesdienst für wieder aufgebaute St. Marien-Andreas-Kirche in Rathenow

Festgottesdienst für wieder aufgebaute St. Marien-Andreas-Kirche in Rathenow

- Erschienen am 26.04.2026 - Presemitteilung 130

Ministerin Schüle nimmt an Eröffnung nach Wiederaufbau und Sanierung teil

Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute anlässlich des Festgottesdienstes zur Wiedereinweihung der wiederaufgebauten und sanierten St. Marien-Andreas-Kirche in Rathenow (Havelland) gesprochen:

"Die St. Marien-Andreas-Kirche ist mehr als ein Denkmal der norddeutschen Backsteinkunst. Ihre Geschichte ist eine Geschichte von dunklen Zeiten, Zerstörung und Zerfall - aber auch von Wundern, Hoffnung und Licht. Im Ersten Korintherbrief heißt es: 'Wenn ich allen Glauben hätte, sodass ich Berge versetzen könnte, aber hätte keine Liebe - so wäre ich nichts.' Hier in Rathenow kann man sehen, was möglich ist, wenn Menschen glauben und lieben. Dass wir heute die Wiedereinweihung feiern dürfen, verdanken wir vielen: Vor allem dem Förderkreis, der sich seit Jahrzehnten mit beeindruckender Beharrlichkeit für diesen Wiederaufbau eingesetzt hat. Aber auch den zahllosen Engagierten vor Ort, den Verantwortlichen in Kirche und Gemeinde, den Fachleuten im Planungsbüro und auf dem Bau, den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern im ganzen Land. Dafür von Herzen Danke! Diese geschundene Kirche steht für Leben und Miteinander und ja, auch Liebe und Hingabe. Und ist deswegen ein Lichtblick in einer Welt, die derzeit allzu oft von Konflikten, Kriegen und Katastrophen heimgesucht wird."

Der spätromanische Vorgängerbau der heutigen evangelischen St. Marien-Andreas-Kirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Davon sind nur Teile des Querschiffs erhalten. Der Neubau begann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. In den Jahren 1517 bis 1562 erfolgte der Umbau des Langhauses zur spätgotischen Hallenkirche. Der frühe neugotische Westturm wurde nach einem Entwurf von Carl Wilhelm Redtel von 1824 bis 1828 anstelle des ursprünglichen Westbaus errichtet. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche schwer beschädigt und brannte im April 1945 während der Kämpfe um Rathenow bis auf die Umfassungsmauern aus. In den 1950er Jahren wurde die Kirche behelfsmäßig instandgesetzt. Nach der Wiedervereinigung erfolgten zahleiche Baumaßnahmen. Mit Hilfe des 1996 gegründeten Förderkreises zum Wiederaufbau der St. Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. wurde die Kirche in ihrer äußeren Erscheinung in Anlehnung an den Vorkriegszustand weitgehend wiederhergestellt. Ab 2023 wurde auch der Innenraum wiederhergestellt. Die letzte Bauphase im Innenbereich wurde mit rund 3,56 Millionen Euro vom Kulturministerium gefördert. In der Kirche sollen künftig außer Gottesdiensten auch Konzerte, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen stattfinden. Weitere Informationen: www.rathenow-kirchen.de

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