03/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/11/2026 06:22
Flensburg - 11.03.2026
Flensburg zählt als einzige Kommune aus Schleswig-Holstein zu den ausgewählten Pilotprojekten, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) Verwaltungsprozesse optimieren sollen. Rund 400 Startups und knapp 200 Kommunen aus Deutschland hatten sich laut Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) für das "Agent AI Hub" beworben - nur 17 Kommunen und zehn Startups mit Erfolg.
Unter dem Hub ist ein Knotenpunkt zu verstehen - in diesem Fall ist die zentrale Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und KI-Startups gemeint. Im Rahmen des "Agentic AI Hub" sollen die insgesamt 18 Pilotprojekte mittels agentischer KI Verwaltungsvorgänge beschleunigen.
Das BMDS hatte in dieser Woche zur Auftaktveranstaltung nach Berlin eingeladen. Dr. Danilo Schmidt als Leiter der Digitalisierungsoffensive der Stadt Flensburg war dabei. Ihm gefalle vor allem der Vernetzungsgedanke innerhalb der Kommunen, resümiert er zurück in Flensburg. "Es herrschte eine regelrechte Aufbruchstimmung, das Thema KI für die kommunale Verwaltung anzugehen."
Auch Kommunen, die nicht ausgewählt wurden und nun nicht drei Monate lang bei ihrem Vorhaben vom Bund begleitet und finanziell gefördert werden, werden Teil dieser "Community". Ziel des Netzwerks sei es, so heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums, "administrative Routinen durch die autonom handelnden Systeme zu übernehmen".
Dass die Wahl der Experten auch auf Flensburg fiel, erklärt Danilo Schmidt damit, dass die Bewerbung sehr gut zum gefragten Thema "Prozessmodellierung und -optimierung" passte. Das beschäftige seine Abteilung und die Verwaltung aktuell sehr stark. Der Stadt wurde für das Pilotprojekt das Instrument "SUMM.AI" zugeordnet, vermutlich auch, weil die Verwaltung es bereits für die Übersetzung der Webseiten in leichte Sprache nutze. Mit der spezialisierten Prozessmanagement-KI-Software könne man einfacher Prozesse abbilden und modellieren. Den Zeitplan der Pilotierungsphase nennt Schmidt "straff" mit Einrichtung des Softwarepiloten für die Flensburger Verwaltung und Einführungsschulungen. In enger Kooperation mit der Firma "SUMM.AI" und den Partnerkommunen werden die Software getestet und konkrete Verwaltungsprozesse bearbeitet. Alle Projekte zielen darauf ab, die Ergebnisse schließlich bundesweit einsetzen zu können.
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger sagte angesichts der "überwältigenden Resonanz" auf den Aufruf: Man wolle neue Wege gehen und deutlich machen, "dass Deutschland bei Künstlicher Intelligenz vorne mitspielen kann."
Für die Stadt nennt OB Dr. Fabian Geyer die Beteiligung Flensburgs vielversprechend und folgerichtig - sie füge sich optimal in den aktuellen und umfassenden Strategie- und Modernisierungsprozess ein, den er für die Verwaltung angestoßen habe.
Pressekontakt: Stadt Flensburg, Antje Walther