04/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/16/2026 23:56
Gartenschau 2031 in Tuttlingen - dieses Angebot des Landes will die Stadt nun auch formell annehmen. Die entsprechende Empfehlung gab am Donnerstag der Technische Ausschuss. Die endgültige Entscheidung fällt dann der Gemeinderat am 27. April.
Das Angebot aus Stuttgart kam überraschend: Mitte März hatte Landwirtschaftsminister Peter Hauk mitgeteilt, dass Tuttlingen außer der Reihe die Gartenschau 2031 ausrichten können. Nun ging es darum, das Angebot auch formell anzunehmen und in die konkreten Planungen einzusteigen.
"Wir freuen uns über diese Chance - und wir können hier viel miteinander verbinden, was wir ohnehin machen werden und auch schon beschlossen haben", so OB Michael Beck. Das Konzept der Gartenschau fußt schließlich zu weiten Teilen auf dem Donauprojekt, das der Gemeinderat im Herbst 2024 einstimmig verabschiedet hatte und das auch entsprechend finanziert ist. "Wir setzen das um, was wir sowieso machen müssen", so Beck - "allerdings bekommen wir mehr Zuschüsse dafür." So erhält die Stadt neben einer Gartenschau-Pauschale von zwei Millionen Euro auch deutlich einfacher Zuschüsse aus diversen anderen Fördertöpfen. "Oft sind Zuschussprogramme überzeichnet, und wir gehen leer aus - als Gartenschau-Stadt rücken wir hier dann in die erste Reihe", ergänzte Baudezernent Florian Steinbrenner.
Das Gartenschau-Gelände wird sich vom Donauschlauch am Koppenland bis zur Stadthalle erstrecken. Wie bereits im Donauprojekt vorgesehen, werden dort acht Teilprojekte umgesetzt - von der Umgestaltung des Schlauchs über die Einmündung der Elta, der Umgestaltung der nicht mehr aufgestauten Donau und der angrenzenden Uferbereiche sowie der Sanierung des Stadtgartens bis zur Neugestaltung des Gerberufers und des Bereichs rund um Groß Bruck und Donauwehr.
In nächster Nähe der Groß Bruck wird es auch schon in diesem Jahr erste sichtbare Arbeiten geben: So wird der Uferbereich beim Golem, wo seit der Absenkung der Donau die einst ins Wasser reichenden Plattformen in der Luft hängen, behutsam umgestaltet. Außerdem wird am Gerberufer das Eckhaus der ehemaligen Autovermietung abgerissen, um auch hier den Uferbereich so umgestalten zu können, dass eine direkte Verbindung von Stadt und Donau möglich wird.
"In der Gartenschau können wir verschiedene Projekte verbinden", so Baudezernent Steinbrenner, "vom Sanierungsgebiet Sonnenbuckel bis zur Alten Festhalle". Letztere könnte zum Beispiel auch als Veranstaltungsort genutzt werden. Dort könnte zum Beispiel auch ein Teil des Rahmenprogramms stattfinden, wobei letzteres erst ab 2029 geplant wird. Um hier mit einem vertretbaren Budget auszukommen, sollen unter anderem auch bewährte Veranstaltungen umgeswitcht und ins Gartenschauprogramm integriert werden.
OB Michael Beck erinnerte auch an die Außenwirkung: "Unser Donauprojekt bekommt so eine ganz andere Aufmerksamkeit, als wenn wir es einfach so umsetzen würden - und davon profitiert die ganze Stadt." Dies sei auch schon bei der Gartenschau 2003 so gewesen, die von mehreren hunderttausend Gästen besucht wurde. "Durch die Gartenschau kommen viele Leute zu uns, die sonst nicht kämen - das ist ein sehr toller Impuls für die ganze Innenstadt."
Vorfreude auf die Gartenschau: Baudezernent Florian Steinbrenner und OB Michael Beck. Der Sitzungssaal im Rathaus wurde am Donnerstag passend zum Thema dekoriert.
Bildnachweis: Stadt Tuttlingen - Arno Specht