09/14/2026 | News release | Distributed by Public on 09/14/2026 09:28
Sanierung Opernhaus
Das Land und die Stadt Stuttgart schlagen eine ergebnisoffene Prüfung im Rahmen einer Expertenanhörung für das Projekt "Sanierung und Erneuerung der Württembergischen Staatstheater" vor.
In einem Spitzengespräch zwischen Stadt und Land haben sich Ministerpräsident Cem Özdemir und Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper gemeinsam mit Kunstministerin Petra Olschowski und dem Ersten Bürgermeister Dr. Fabian Mayer am 14. September 2026 darauf verständigt, auf kritische Stimmen aus Teilen des Landtags einzugehen. Sie schlagen deshalb eine ergebnisoffene Prüfung im Rahmen einer Expertenanhörung für das Projekt "Sanierung und Erneuerung der Württembergischen Staatstheater" vor. Alle am Gespräch Beteiligten betonen, dass sie sich ausdrücklich und unmissverständlich zur gemeinsamen Verantwortung für eine moderne, zukunfts- und arbeitsfähige Spielstätte bekennen.
Zentral sei, dass sich alle Projektbeteiligten wie bisher weiterhin verlässlich hinter dem Projekt versammeln und die Basis für eine überzeugende, tragfähige, gemeinsame Entscheidung über die Sanierung und Erneuerung für die hoch angesehenen Württembergischen Staatstheater entwickeln. Denn ein Projekt dieser Dimension sei nur mit dem geeinten Rückhalt aller beteiligten politischen Akteure zu stemmen.
Folgende weiteren Schritte werden vorgeschlagen:
"Die Sanierung der Württembergischen Staatstheater ist ein Jahrhundertprojekt. Das Land bekennt sich unmissverständlich zu einer modernen, zukunfts- und arbeitsfähigen Spielstätte für unsere herausragenden Ensembles. Aber ein Projekt dieser Dimension braucht Vertrauen und Unterstützung - bei allen Projektbeteiligten, im Landtag, im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit. Deshalb habe ich vorgeschlagen, dass Land und Stadt noch einmal alle Fakten auf den Tisch legen und die Einschätzung von Experten einholen. Wir werden die vorhandenen Erkenntnisse zusammenführen, das Gesamtprojekt aus heutiger Perspektive bewerten und dabei ergebnisoffen vorgehen. Das muss zügig geschehen, denn Zeit ist bei diesem Projekt ein entscheidender Faktor."
"Ich unterstütze den Vorschlag des Ministerpräsidenten, in dieser besonderen Situation eine Expertenanhörung anzubieten, unter der Voraussetzung, dass diese zügig umgesetzt werden sollte. Auch die Stadt will die Sanierung und Modernisierung der Württembergischen Staatstheater auf alle Einsparpotenziale hin untersuchen. Wir wollen dieses Jahrhundertprojekt von Land und Stadt mit vereinten Kräften weiterverfolgen - ohne Tabus, was die Dimension sowie die Art und Form der Ausführung anbelangt."
Das konkrete Format, die Beteiligten und der zeitliche Ablauf der Expertenanhörung sollen unter enger Beteiligung der Projektgesellschaft kurzfristig zwischen Land, Stadt und den Württembergischen Staatstheatern abgestimmt werden. Die für den laufenden Betrieb und die weiterhin notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen erforderlichen Aufwendungen werden von Land und Stadt wie bisher in gemeinsamer Verantwortung getragen.