City of Berlin

02/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/17/2026 02:16

Gedenken an die 'Fabrik-Aktion' 1943 und den Protest in der Rosenstraße

Pressemitteilung Nr. 037 vom 17.02.2026

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:

Das Bezirksamt Mitte und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin laden gemeinsam mit dem Initiativkreis sowie der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der »Fabrik-Aktion« ein.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 16 Uhr statt und erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung sowie an die Proteste in der Rosenstraße.

Am 27. Februar 1943 wurden im Rahmen der Fabrik-Aktion in Berlin zwischen 8.000 und 11.000 jüdische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter an ihren Arbeitsstätten verhaftet. Ein Großteil der Festgenommenen wurde anschließend in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Unter den Inhaftierten befanden sich auch jüdische Menschen aus sogenannten Mischehen. Sie wurden im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem damaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, festgehalten.
Nachdem Angehörige den Aufenthaltsort der Inhaftierten erfahren hatten, versammelten sie sich vor dem Gebäude in der Rosenstraße. Über mehrere Tage hinweg protestierten dort vor allem Frauen gegen die Festnahmen ihrer Familienangehörigen. Der Protest führte schließlich zur Freilassung der festgehaltenen Menschen und gilt als eines der wenigen bekannten Beispiele öffentlichen Widerstands gegen die antisemitische Verfolgungspolitik des NS-Regimes in Berlin.

Mit der Gedenkveranstaltung wird sowohl der Opfer der »Fabrik-Aktion« gedacht als auch der Mut der Protestierenden gewürdigt, die sich der nationalsozialistischen Verfolgung entgegengestellt haben.

PROGRAMM

16.00 Uhr: Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte

- El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin
- Kaddisch: Rabbiner Yitzhak Ehrenberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin
- Anschließend Schweigemarsch zur Rosenstraße

16.15 Uhr: Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße, Berlin-Mitte

  • Begrüßung: Dr. Astrid Ley, Vorsitzende der Ständigen Konferenz (2026) und Leiterin der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
  • Worte des Gedenkens: Dr. Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
  • Merkwort: Dr. Moshe Abraham Offenberg, Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin
  • Trialogischer Austausch der Religionen: Marion Gardei, Kübra Dalkilic und Esther Hirsch
  • Hebräischer Gebetsgesang: Kantorin Esther Hirsch, Synagoge Sukkat Schalom
  • Kaddisch: Rabbinerin Gesa Ederberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin
  • Musikalische Umrahmung durch den Chor des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn

Am Ende der Gedenkzeremonie werden weiße Rosen vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger niedergelegt. Bringen Sie gerne eine Rose mit.
Bitte melden Sie sich und ggf. Ihre Begleitperson bis zum 23. Februar 2026 um 12 Uhr an unter: [email protected]

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: [email protected]

City of Berlin published this content on February 17, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on February 17, 2026 at 08:16 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]