Ministry for Economic Cooperation and Development of the Federal Republic of Germany

06/29/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/29/2026 08:27

Blockade der Meerenge von Hormus: Entwicklungsministerin bringt internationale Partner zur Bewältigung der Auswirkungen im Globalen Süden zusammen

Pressemitteilung Blockade der Meerenge von Hormus: Entwicklungsministerin bringt internationale Partner zur Bewältigung der Auswirkungen im Globalen Süden zusammen

29. Juni 2026 | Bei der Hamburg Sustainability Conference (HSC) wird heute eine gemeinsame Erklärung zur Bewältigung der Folgen der anhaltenden Blockade der Meerenge von Hormus auf den Globalen Süden vorgestellt. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat dies gemeinsam mit internationalen Partnern initiiert.

Die Partner vereinbaren, ihre Unterstützung zu bündeln und bestehende internationale Initiativen gemeinsam weiter voranzutreiben. Insbesondere sollen Landwirtschafts- und Nahrungsmittelproduktion widerstandsfähiger gegen externe Schocks gemacht werden und der Ausbau und Übergang hin zu erneuerbaren Energien verstärkt werden.

Die Erklärung erfolgt als Signal der Zusammenarbeit des Globalen Südens mit dem Globalen Norden sowie den Vereinten Nationen: Mitinitiatoren sind der Administrator des UN-Entwicklungsprogramms, Alexander de Croo, der Vizepräsident von Sierra Leone, Mohamed Juldeh Jalloh, sowie die britische Staatsministerin für Internationale Zusammenarbeit, Jennifer Chapman. Weitere Unterstützung wird vor Ort mobilisiert.

Um der Krise schlagkräftiger zu begegnen treibt das BMZ eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, wie den Vereinten Nationen, multilateralen Entwicklungsbanken und Partnerländern des Globalen Südens voran.

Die Folgen der anhaltenden Blockade der Hormus Meerenge im Nahen Osten treffen Länder im Globalen Süden besonders hart und haben Hunger und Instabilität bereits jetzt weltweit verschärft. Unterbrochene Lieferketten, steigende Preise für Nahrungsmittel, Dünger und Energie treffen vor allem importabhängige Staaten in Afrika und Asien. Prognosen zufolge drohen bis zu 45 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen zu sein; mehr als 30 Millionen könnten in extreme Armut abrutschen. Klimaphänomene wie El Niño verstärken diese Effekte.

Die deutsche Entwicklungsarbeit setzt mit ihrem Engagement sowohl bei der Bewältigung der akuten Folgen der Blockade an und verfolgt gleichzeitig die langfristige Stärkung der Widerstandsfähigkeit in seinen Partnerländern, um gegen künftige Schocks besser gewappnet zu sein. Das BMZ setzt dabei unter anderem auf folgende Schwerpunkte:

  • Deutschland verstärkt über das BMZ die Unterstützung für besonders betroffene Regionen in Afrika und Asien mit 250 Millionen Euro zur Verbesserung der akuten Ernährungssituation besonders betroffener Gruppen, zur Stärkung der Widerstandfähigkeit lokaler Gemeinden und zur Unterstützung von Kleinbäuerinnen und -bauern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit UN-Organisationen wie WFP und weiteren Partnern. Prominentes Beispiel ist die Sahel-Resilienz-Partnerschaft. Des Weiteren wird sich Deutschland für einen integrierten Sahel-Ansatz der UN-Organisationen zur Ernährungssicherung einsetzen.
  • Deutschland fördert die Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen: Zur Verringerung der Abhängigkeit von importierten Düngemitteln stellt das BMZ 30 Millionen Euro für Maßnahmen bereit, die organische Dünger und lokale Düngemittelproduktion fördern, und über Überbrückungsfinanzierungen das Risiko für Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Unternehmen in den ärmsten Ländern abfedern. Hierzu arbeitet Deutschland eng mit multilateralen Entwicklungsbanken, globalen Agrarforschungszentren sowie lokalen und regionalen Akteuren aus Privatsektor, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen.
  • Um Partnerländer unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen, setzt sich Deutschland in internationalen Finanzinstitutionen für die Priorisierung von Investitionen in Stromnetze, Speicher und Netzsteuerung ein. Im Sinne einer langfristigen Transformation unterstützt das BMZ in Afrika und Asien Energiewende-Partnerschaften und den Ausbau grenzüberschreitender Stromsysteme.
Ministry for Economic Cooperation and Development of the Federal Republic of Germany published this content on June 29, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on June 29, 2026 at 14:27 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]