04/09/2026 | Press release | Archived content
Am Donnerstag, den 16. April, liest Lea De Gregorio aus ihrem viel beachteten Buch "Unter Verrückten sagt man du", das 2024 im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. In dem Werk setzt sich die Journalistin und Schriftstellerin kritisch mit der sozialen Benachteiligung psychisch erkrankter Menschen auseinander und hinterfragt gesellschaftliche sowie psychiatrische Strukturen.
Im Zentrum des Buches steht eine persönliche und zugleich gesellschaftlich relevante Geschichte: An einem Wendepunkt ihres Lebens gerät Lea De Gregorio in eine psychische Krise. Gedanken überschlagen sich, der Schlaf bleibt aus - schließlich folgt der Aufenthalt in der Psychiatrie. Doch mit der Behandlung erlebt sie auch den Verlust von Selbstbestimmung. Wer entscheidet eigentlich, was "richtig" ist? Und welche Rolle spielen dabei gesellschaftliche Normen und Strukturen?
Mit großer Klarheit und Sensibilität nimmt die Autorin ihr Publikum mit auf eine intensive Suche nach Antworten. Sie führt durch persönliche Erfahrungen, historische Zusammenhänge und philosophische Fragen - und öffnet dabei einen neuen Blick auf den Umgang mit psychischer Vielfalt. Ihr Buch ist ein Plädoyer gegen Ausgrenzung und für mehr Verständnis, Respekt und Dialog. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Märkischen Sozialverein (SEKIS) und den Oberhavel Kliniken statt. Die SEKIS ist die Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationsstelle des Märkischen Sozialvereins, sie wird bei der Lesung auch vor Ort sein. Die Arbeit der SEKIS konzentriert sich unter anderem auf Behinderungen, chronische Erkrankungen, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen. Beginn ist um 19:00 Uhr, der Einlass startet ab 18:30 Uhr. Tickets sind für 3 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr über Reservix (www.reservix.de) erhältlich. Fragen zur Veranstaltung beantworten die Stadtbibliothek unter (03301) 600 8660 oder die SEKIS unter (03301) 68969 45.