08/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/26/2026 06:41
Seit 2018 arbeitet die vom WFP geleitete Initiative gemeinsam mit nationalen Regierungen, lokalen Gemeinschaften und Partnerorganisationen daran, die Lebensgrundlagen und die Nahrungsmittelproduktion von mehr als vier Millionen Menschen zu verbessern. Gleichzeitig wurden bereits mehr als 335.000 Hektar geschädigtes Land am Rand der Sahara wiederhergestellt und die Anfälligkeit von Gemeinden für wiederkehrende Krisen verringert.
Die Auszeichnung wurde während einer hochrangigen Veranstaltung bei der 17. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD COP17) im mongolischen Ulaanbaatar bekannt gegeben. Die Sahel-Initiative gehört damit zu drei neuen World Restoration Flagships im Rahmen der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Mit dieser Auszeichnung werden groß angelegte und langfristige Erfolgsbeispiele für die Wiederherstellung von Ökosystemen gewürdigt.
Die Sahel Integrated Resilience Initiative verbindet die Wiederherstellung von Landflächen und Ökosystemen mit Schulmahlzeiten, Ernährungsprogrammen, der Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie der Stärkung lokaler Institutionen.
"Diese Auszeichnung gebührt in erster Linie den Menschen im Sahel, die ihr Land wiederherstellen, ihre Lebensgrundlagen schützen und unter einigen der schwierigsten Bedingungen der Welt eine Zukunft in Würde aufbauen", sagte Kinday Samba, WFP-Regionaldirektor für West- und Zentralafrika. "WFP ist stolz darauf, an ihrer Seite zu stehen. Wir danken zudem den Regierungen, Partnern und Gebern, deren langfristiges Engagement diese Arbeit möglich gemacht hat."
Allein in Niger erreichte WFP im Jahr 2025 mit integrierten Resilienzmaßnahmen mehr als 1,4 Millionen Menschen an Hunderten von Standorten. Damit ist es das größte Programm dieser Art von WFP in der Region. Neue Erkenntnisse zeigen, dass solche Investitionen bis zu 3,5-mal kosteneffizienter sind als rein humanitäre Hilfe und bis 2055 einen Bedarf an zukünftiger humanitärer Unterstützung von bis zu 9,7 Milliarden US-Dollar vermeiden könnten.
In Burkina Faso, Tschad, Mali und Mauretanien erreichte WFP 2025 mit integrierten Resilienzmaßnahmen mehr als 2,4 Millionen Menschen in nahezu tausend Dörfern. Daten aus satellitengestützten Beobachtungen zeigen, dass sich an 75 Prozent der WFP-Standorte die Boden- und Vegetationsbedingungen verbessert haben. Unter den Haushalten, die an der Initiative teilnehmen, sank der Anteil derjenigen, die zwischen den Erntezeiten auf humanitäre Nahrungsmittelhilfe angewiesen waren, von 44 Prozent in den Jahren 2020/2021 auf 33 Prozent in den Jahren 2024/2025. Dies deutet darauf hin, dass sich ihre Ernährungssicherheit verbessert oder zumindest stabilisiert hat.
Die Auszeichnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Konflikte und Vertreibung sowie die Folgen des Klimawandels, wirtschaftlicher Druck und Umweltzerstörung die Ernährungsunsicherheit im Sahel weiter verschärfen. Schätzungsweise 7,4 Millionen Menschen in der Region waren während der mageren Jahreszeit von Juni bis August 2026 von akuter Ernährungsunsicherheit der Krisenstufe oder höher (IPC-Phase 3 und darüber) betroffen beziehungsweise bedroht.
Vor diesem Hintergrund investieren Regierungen im Sahel zunehmend in langfristige Lösungen, die lokale Ernährungssysteme stärken, die Produktion steigern und die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe verringern. WFP gilt dabei als wichtiger Partner bei der Umsetzung dieser nationalen Prioritäten. Die Organisation unterstützt Gemeinden dabei, produktive Ressourcen wiederaufzubauen, ihre Würde zu bewahren und künftigen Krisen besser standzuhalten.
Bis 2030 soll die Initiative insgesamt 475.000 Hektar Land wiederherstellen und gleichzeitig die biologische Vielfalt, die Lebensgrundlagen der Menschen und die langfristige Ernährungssicherheit fördern. Um diese Erfolge auszubauen und noch mehr Gemeinden im Sahel zu erreichen, sind weiterhin langfristige Investitionen erforderlich.
Die Sahel Integrated Resilience Initiative wird durch die langjährige Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie mit Kanada, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, der Schweiz und weiteren Partnern ermöglicht.
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Hinweise für Redaktionen:
Weitere Informationen zur Initiative finden Sie hier und hier.
Videomaterial in Sendequalität kann hier heruntergeladen werden.