06/04/2026 | News release | Distributed by Public on 06/04/2026 06:37
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Freiheit" besuchte die Präsenzstelle Spremberg gemeinsam mit 43 Teilnehmenden das Stasimuseum in Berlin. Spannende Führungen und ein persönliches Zeitzeugengespräch ermöglichten eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der DDR und die Mechanismen staatlicher Überwachung.
Am 26. Mai führte die Präsenzstelle Spremberg im Rahmen ihrer jährlichen Veranstaltungsreihe "Freiheit" eine Exkursion zum Stasimuseum nach Berlin durch. Ziel der Reihe ist es, historisch bedeutsame Orte gemeinsam zu besuchen und Geschichte durch persönliche Eindrücke und Begegnungen greifbar zu machen. Die große Nachfrage zeigte erneut das hohe Interesse an historischer Aufarbeitung und gesellschaftlichem Dialog - die Veranstaltung war bereits im Vorfeld vollständig ausgebucht.
Insgesamt 43 interessierte Teilnehmende machten sich gemeinsam mit dem Bus auf den Weg nach Berlin. Vor Ort erwarteten die Gruppe zwei sehr interessante Führungen durch das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Anhand originaler Akten, technischer Überwachungsgeräte sowie rekonstruierter Arbeitsräume wurde eindrucksvoll vermittelt, wie systematisch Informationen gesammelt und Menschen überwacht wurden. Besonders die persönlichen Geschichten und Schicksale machten die Auswirkungen von Kontrolle und Repression nachvollziehbar.
Ein besonderer Höhepunkt der Exkursion war das anschließende Zeitzeugengespräch. In einer sehr offenen und nahbaren Atmosphäre berichtete der Zeitzeuge von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem DDR-Regime und beantwortete zahlreiche Fragen der Teilnehmenden. Der direkte Austausch ermöglichte einen sehr persönlichen Zugang zur Geschichte und sorgte für viele bewegende Momente.
Bereits eine Woche zuvor fand zur Vorbereitung ein begleitender Vortrag im Spreekino Spremberg statt. Dieser wurde vom Menschenrechtszentrum Cottbus gestaltet und thematisierte politische Verfolgung in der DDR sowie die Bedeutung der historischen Aufarbeitung bis heute.
Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig Erinnerungsarbeit und demokratische Bildung auch heute noch sind.