Regierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern

09/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/12/2026 06:18

Dr. Blank: „Heimisches Helium kann Versorgungssicherheit stärken“

Nr.152/2026 | 12.09.2026 | WM | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Netzeband - Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat sich heute in Netzeband bei einem Vor-Ort-Termin über den Stand des Helium-Projekts "Brimir" informiert. Anlass war die Fertigstellung des Bohrplatzes, ein wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung des möglichen Heliumvorkommens. Anfang 2027 soll hier die Helium-Tiefbohrung beginnen, mit der untersucht wird, ob im Untergrund ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen vorhanden ist.


"Helium ist ein kritischer Rohstoff mit großer Bedeutung für unsere wirtschaftliche und technologische Zukunft. Es wird unter anderem in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie und in der Forschung benötigt. Gleichzeitig sind Deutschland und Europa bei der Versorgung heute weitgehend auf Importe angewiesen. Ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern könnte dazu beitragen, die Abhängigkeiten Deutschlands von internationalen Lieferketten zu verringern und unsere Versorgungssicherheit zu stärken. Gleichzeitig ist es eine Chance für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Technologiestandort", sagte Blank.


Die Europäische Union stuft Helium als kritischen Rohstoff mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und hohem Versorgungsrisiko ein. Dr. Blank betonte zugleich: "Bei allen wirtschaftlichen Chancen gilt: Der Schutz von Mensch, Wasser und Umwelt hat höchste Priorität. Für die Erkundungsarbeiten gelten deshalb strenge Anforderungen. Die zuständigen Behörden prüfen jeden Schritt sorgfältig. Auch eine mögliche spätere Förderung könnte nur erfolgen, wenn dafür alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Genehmigungen erteilt sind."


Für die Tiefbohrung "Wolgast 8" hat das Bergamt Stralsund im November 2025 den Hauptbetriebsplan zugelassen. Bestandteil des Verfahrens waren unter anderem umweltfachliche Untersuchungen sowie wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigungen. Behörden, Gemeinde,
Landkreis sowie Energie- und
Wasserversorgungsunternehmen wurden beteiligt; zudem fand
eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ein begleitendes
Grundwassermonitoring ist vorgesehen.


Mit der Tiefbohrung wird zunächst ausschließlich erkundet, ob
ein wirtschaftlich nutzbares Heliumvorkommen vorhanden ist.
Die Zulassung zu dieser Untersuchung umfasst noch keine
Erlaubnis für eine kommerzielle Förderung. Für eine
kommerzielle Nutzung wären nach dem Nachweis eines
wirtschaftlich nutzbaren Vorkommens weitere umfassende
bergrechtliche Genehmigungsverfahren, inklusive der Prüfung
möglicher Auswirkungen auf die Umwelt, Grund- und
Trinkwasser, usw. nötig.

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