10/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/20/2026 13:43
Die Qualitätslücke zwischen Zellfertigung und Packmontage schließen: mit Elektrolyt-Lecksuche
Ein Akku-Staubsauger, der sich aufbläht, bis er nicht mehr in seine Ladestation passt. Ein Akku für Elektrowerkzeuge, der innerhalb eines Jahres ein Drittel seiner Laufzeit einbüßt. Ein elektrischer Rasenmäher, der sich nicht mehr aufladen lässt. Ein elektronisches Spielzeug, aus dem Elektrolyt austritt, während ein Kind damit spielt. Für Hersteller von Elektrowerkzeugen, Akkugeräten, Gartengeräten und elektronischem Spielzeug sind das keine hypothetischen Risiken. Es sind die sichtbaren Symptome eines Problems, das Wochen zuvor am Montageband begann: mit einem Leck, das niemand rechtzeitig entdeckt hat.
Die in diesen Produkten verwendeten Batteriezellen werden bereits beim Zellhersteller auf Dichtheit geprüft. Jede Zelle, die an einer Packmontagelinie ankommt, hat die Prüfung also schon bestanden. Tritt dann im fertigen Produkt ein Leck auf, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie konnte aus einer "guten" Zelle eine fehlerhafte werden?
Die Antwort: Die Dichtheit einer Zelle ist nicht für immer gesichert, nur weil sie die erste Prüfung bestanden hat. Nach der Zellproduktion gelangen die Zellen zum Konsumgüterhersteller. Dort werden sie mit Stromschienen verschweißt und mit Schutzschaltung, Steckverbindern und weiterer Elektronik zum Batteriepack verbunden, das anschließend direkt in das Endprodukt eingebaut wird. Dieser Montageschritt kann, so sorgfältig er auch kontrolliert wird, ein Zellgehäuse beschädigen, das seine ursprüngliche Prüfung einwandfrei bestanden hat.
Die Folgen einer solchen Beschädigung sind nicht zu unterschätzen. Eine Zelle, die beim Endkunden Elektrolyt verliert, ist weit mehr als ein Qualitätsärgernis. Schon ein kleines, langsames Leck lässt Feuchtigkeit eindringen und Elektrolyt-Lösungsmittel entweichen. Das mindert die Kapazität, beschleunigt die Alterung und kann zu Aufblähen, zur Korrosion benachbarter Elektronik oder in schwereren Fällen zu einem internen Kurzschluss führen. Bei einem Konsumprodukt bedeutet dieses Risiko Rücksendungen, Garantieansprüche und Sicherheitsvorfälle im Feld, also genau die Schlagzeilen, die keine Marke für Akku-Staubsauger, Elektrowerkzeuge oder Spielzeug machen möchte. Ein Leck noch in der Linie zu finden, bevor das Pack im fertigen Gerät verbaut ist, ist deutlich günstiger und sicherer, als wenn erst der Kunde es entdeckt.
Schweißen ist die häufigste Ursache für Lecks nach der Montage. Beim Laser- oder Widerstandsschweißen von Stromschienen entstehen Wärme und mechanische Spannungen direkt an den Zellpolen und Nähten. Besonders Pouch-Zellen sind an diesen Stellen anfällig für Mikroschäden.
Dasselbe Risiko besteht überall dort, wo zusätzliche elektronische Verbindungen wie Schutzschaltungsplatinen, Sensorleitungen oder Kabelbäume in das Pack integriert werden. Eine Zelle, die beim Verlassen der Zellproduktionslinie vollständig intakt war, kann genau in dem Moment undicht werden, in dem sie Teil eines Packs wird.
Da dieser Schaden erst nach der ursprünglichen Zellprüfung entsteht, bleibt er für jede frühere Prüfung im Prozess unsichtbar. Nur eine eigene Prüfung nach dem Schweißen und der Endmontage kann ihn aufdecken, bevor das Pack in seinem Gehäuse, unter der Schrumpffolie oder im Endprodukt selbst verschwindet und an den Kunden ausgeliefert wird.
Auf Packebene setzen viele Linien noch auf Sichtprüfung, manuell oder kamerabasiert, und suchen nach Aufblähungen, Verfärbungen oder sichtbaren Elektrolytrückständen. Selbst eine automatisierte Sichtprüfung kann einen Defekt nur anhand einer optischen Veränderung erkennen. Sie kann nicht feststellen, ob dieser Defekt tatsächlich undicht ist, keine Mikrolecks ohne sichtbare Anzeichen erkennen und keine tatsächliche Leckrate gegen eine definierte Rückweisgrenze messen. Die Prüfung auf Packebene bringt zudem eigene praktische Herausforderungen mit sich: Packs sind physisch größer als einzelne Zellen, und Prüfkammern müssen oft mehrere Packs gleichzeitig aufnehmen, damit die Zykluszeiten praxistauglich bleiben.
Der ELT Vmax von INFICON schließt genau diese Lücke. Statt auf eine visuelle Erkennung oder ein externes Prüfgas zu setzen, weist er das Elektrolyt-Lösungsmittel selbst nach, während es ins Vakuum verdampft. Das ist dasselbe Prinzip, das bereits bei der Prüfung auf Zellebene eingesetzt wird, nun erweitert auf komplette Packbaugruppen.
Eine Prüfung mit dem ELT Vmax zeigt der Linie, dass ein Pack durchgefallen ist, aber nicht, welche Zelle darin verantwortlich ist. Hier kommt der Elektrolyt-Schnüffler BES4000 von INFICON ins Spiel. Zusammen mit dem ELT Vmax eingesetzt, lokalisiert er die undichte Zelle in einem zurückgewiesenen Pack genau, indem er an den verdächtigen Stellen nach Dämpfen des Elektrolyt-Lösungsmittels schnüffelt, mit einer Ansprechzeit von unter einer Sekunde. Statt ein ganzes Pack wegen einer defekten Zelle zu verschrotten, können Techniker gezielt die verantwortliche Zelle identifizieren und austauschen. Dadurch sinken die Nacharbeitsquoten.
Gemeinsam bieten ELT Vmax und BES4000 Konsumgüterherstellern eine zweistufige Qualitätskontrollkette, die den gesamten Weg von der angelieferten Zelle bis zum fertig montierten Produkt abdeckt: Der ELT Vmax bestätigt, ob ein Pack dicht genug für die Endmontage ist, und der BES4000 zeigt genau, wo es das nicht ist. Für Hersteller von Elektrowerkzeugen, Akkugeräten, Mikromobilitätsprodukten, Gartengeräten und elektronischem Spielzeug schließt diese Kombination die eine Lücke, die eine Prüfung auf Zellebene allein nicht abdecken kann: Schäden, die bei der Montage des Packs selbst entstehen.
Kontaktieren Sie uns, um zu besprechen, wie ELT Vmax und BES4000 in Ihre Montagelinie für Batteriepacks integriert werden können.