08/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/17/2026 06:04
MedienmitteilungVeröffentlicht am 17. August 2026
Bern, 17.08.2026 - Heute fand an der Universität Bern der Workshop «Science Diplomacy in Practice» statt, der vom EDA und den Universitäten Bern und Basel organisiert wurde. Eingeladen waren Diplomatinnen und Diplomaten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz und Afrika. Ziel war es, Synergien zwischen Forschung, Innovation und Diplomatie zu stärken. Die Teilnehmenden würdigten die Vielfalt der bereits bestehenden Kooperationen und diskutierten neue Ansätze, um das wissenschaftliche Ökosystem enger mit den diplomatischen Netzwerken der Schweiz und Afrikas zu verknüpfen.
An der Universität Bern fand heute der Workshop «Science Diplomacy in Practice» zum Thema Wissenschaftsdiplomatie zwischen der Schweiz und Afrika statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Abteilung Afrika des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Initiative Afrique der Universität Bern und dem Swiss Leading House Africa der Universität Basel durchgeführt. Es nahmen rund hundert Personen teil. Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Universitäten und Forschungs- und Innovationseinrichtungen tauschten sich mit Schweizer und afrikanischen Diplomatinnen und Diplomaten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bundesverwaltung aus.
Der Workshop ist Teil der Afrika-Strategie 2025-2028 des Bundesrates, die sich wiederum auf die internationale Strategie der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation aus dem Jahr 2018 stützt. In der Afrika-Strategie 2025-2028 wird die wissenschaftliche Zusammenarbeit als transversales Ziel und die Wissenschaftsdiplomatie als Instrument zur Umsetzung der aussenpolitischen Ziele der Schweiz definiert. «Insbesondere im Bereich der Innovation ist Afrika ein aufstrebender Kontinent; mit seiner jungen und schnell wachsenden Bevölkerung birgt er ein beträchtliches Potenzial für die Wissenschaftsdiplomatie», erklärt Botschafter Philipp Stalder, Chef der Abteilung Afrika im Staatssekretariat EDA. «Deshalb liegt es im Interesse der Schweiz, die Forschungszusammenarbeit mit afrikanischen Institutionen gezielt zu fördern.»
Im Workshop wurden die zahlreichen wissenschaftlichen Partnerschaften zwischen der Schweiz und mehreren afrikanischen Ländern verdeutlicht, namentlich die vom SECO unterstützte Partnerschaft zwischen der ETH Zürich und der Ashesi University in Ghana, die zum ersten Masterstudiengang in Mechatronik des Landes führte. Ein weiteres Beispiel ist das Centre Suisse de Recherches Scientifiques in Côte d'Ivoire, das im Auftrag des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts und der Universität Basel vom Swiss Leading House Africa koordiniert wird. In Bern unterstützt die Initiative Afrique einen Cluster zur nachhaltigen Nutzung von Wasser- und Landressourcen des Centre for Development and Environment (CDE), der gemeinsam mit afrikanischen Partneruniversitäten betreut wird.
Diese Partnerschaften, die durch vielseitige Programme, Finanzierungsinstrumente und Kooperationsnetzwerke gefördert werden, bilden eine solide Grundlage für die Stärkung und den Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation.
Im Workshop wurden konkrete Ansätze aufgezeigt, wie bestehende Initiativen besser mit den diplomatischen Netzwerken der Schweiz und Afrikas verknüpft werden können. Die Teilnehmenden hoben das Potenzial dieses Ökosystems zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen hervor und betonten gleichzeitig die Notwendigkeit, die Synergien zwischen den Akteuren zu stärken. Nur so kann die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Partnerschaften erhöht und die Entwicklung neuer Kooperationen zwischen schweizerischen und afrikanischen Partnern gefördert werden.