03/19/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/19/2026 05:07
Brandenburgs Kulturministerin Schüle begrüßt Salman Rushdie bei Lesung im Rahmen des Literaturfestivals LIT:potsdam
Kulturministerin Dr. Manja Schüle begrüßt heute Abend den Autor Salman Rushdie im Potsdamer Nikolaisaal anlässlich einer Lesung im Rahmen des Literaturfestivals LIT:potsdam:
"Salman Rushdie zeigt mit seinen Büchern, wie Worte Macht entfalten können. Seine Geschichten voller Witz und Humor verweben Fantasie und Realität und eröffnen neue Perspektiven auf Gesellschaft, Religion und Identität. Er hat nie gezögert, die Grenzen des Denk- und Sagbaren zu erkunden, selbst unter Lebensgefahr. Dem Hass, den Drohungen und der Gewalt setzt er seine blühende Fantasie, seine Satire, sein Lachen entgegen. Nichts fürchten Despoten, Unterdrücker und Feinde der Freiheit mehr. In seinen Romanen und Erzählungen lebt die Vorstellung, dass Ideen stärker sind als Gewalt und Furcht. Sein Werk inspiriert dazu, mutig zu schreiben, zu lesen und zu hinterfragen. Denn die Freiheit des Wortes ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss immer wieder verteidigt werden. Ich bin überzeugt: Wer das Wort verteidigt, hält die Welt lebendig. Es ist ein Geschenk, dass die Deutschlandpremiere seines neuesten Werkes ihn nach Potsdam führt. Dafür danke ich ihm, aber auch den Veranstaltern des Literaturfestivals LIT:potsdam von Herzen!"
Der 1947 im indischen Bombay (heute Mumbai) geborene Sir Salman Rushdie gehört zu den bedeutendsten Vertretern der englischen Gegenwartsliteratur. Seine Romane wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Daneben schreibt er Kurzgeschichten, Reiseberichte, Essays und journalistische Arbeiten. Sein erster großer Erfolg war der Roman "Mitternachtskinder", der 1981 mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Nach dem Erscheinen von "Die satanischen Verse" rief der Oberste Führer des Iran, Ruhollah Chomeini, mittels einer Fatwa alle Muslime dazu auf, Rushdie zu töten. In der Folge lebte Salman Rushdie lange im Untergrund. Im Jahr 2022 wurde ein Anschlag auf ihn verübt, bei dem er ein Auge verlor. Im Jahr 2023 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Auf der heutigen Veranstaltung wird sein neuester Erzählband "Die elfte Stunde" vorgestellt. Die Veranstaltung wird vom Literaturkritiker und LIT:potsdam-Kurator Denis Scheck moderiert, die deutsche Übersetzung des Buches liest die Schauspielerin Ursina Lardi.
Das seit 2013 stattfindende internationale Literaturfestival LIT:potsdam wurde vom Verein lit:pots e.V. gegründet. Es bietet Lesungen, Gespräche und ein Kinderprogramm an verschiedenen Orten in Potsdam und Brandenburg. Seit 2023 hat der Literaturkritiker Denis Scheck die künstlerische Leitung inne. Die zentralen Veranstaltungen der diesjährigen LIT:potsdam finden vom 30. Juni bis 05. Juli unter dem Motto "Die Sprache der Sterne" statt. Das Kulturministerium fördert das Literaturfestival seit 2014, in diesem Jahr mit 40.000 Euro. Weitere Informationen: www.litpotsdam.de