04/21/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/21/2026 01:11
Wissenschaftsministerin Bettina Martin bei der Inbetriebnahme des Genomsequenzierers. Foto: Sabrina Scholz/WKM
Nr.065/26 | 21.04.2026 | WKM | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
Die Universitätsmedizin Greifswald hat am Montag ihren neuen Hochleistungs-Genomsequenzierer in Betrieb genommen. Damit werden Krebstherapie und Krebsforschung in Mecklenburg-Vorpommern auf ein neues Niveau gehoben.
Künftig kann mit dem neuen Großgerät die genetische Beschaffenheit von Tumoren punktgenau bestimmt werden.
Da jeder Tumor einzigartig ist, entscheidet oftmals die genaue genetische Beschaffenheit des Tumors über die richtige und wirksame Therapie.
Mit dem Institut für Molecular Genomics und dem dazugehörigen Sequenzierlabor, der so genannten "Core Unit Genomics", hat die Universitätsmedizin Greifswald mit Unterstützung des Landes erstmals die Genomsequenzierung in die klinische Patientenversorgung nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. Die Menschen der Region werden künftig direkt vor Ort Zugang zu modernsten diagnostischen Methoden haben, mit denen onkologische und seltene Erkrankungen früher erkannt und gezielter behandelt werden können.
Die Universitätsmedizinen in Greifswald und Rostock arbeiten bei der molekularen Medizin eng zusammen. Während sich die Medizinerinnen und Mediziner in Greifswald auf die onkologische Sequenzierung fokussieren, konzentrieren sich ihre Kolleginnen und Kollegen in Rostock auf das Verfahren der Genomsequenzierung bei seltenen Erkrankungen.
Der Genomsequenzierer wurde vom Wissenschaftsministerium mit zwei Millionen Euro finanziert.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin, die den Hochleistungs-Genomsequenzierer am Montag in Greifswald per Knopfdruck startete, nannte die Inbetriebnahme einen "Quantensprung" für die Krebstherapie und die Krebsforschung in Mecklenburg-Vorpommern.
Mit dieser neuen Methode werden Krebstherapie und Krebsforschung in Mecklenburg-Vorpommern auf ein ganz neues Niveau gehoben. Zukünftig können die genetischen Ursachen von Krebs in einer Tiefe und Qualität analysiert werden, wie es bislang nicht möglich war. In Folge kann eine auf den speziellen Tumor abgestimmte Behandlung erfolgen. Dies wird den Betroffenen viel Leid während der Krebstherapie ersparen. Damit ist unser Land in der Versorgung von Krebspatienten am Puls der Zeit - zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Und auch für Forschung und Ausbildung von jungen Medizinerinnen und Medizinern ist der neue Hochleistungs-Genomsequenzierer ein wichtiges Instrument. Mit dieser Investition treiben wir Versorgung und Forschung in der Onkologie maßgeblich voran", sagte Ministerin Martin.