03/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/18/2026 08:10
Mit gelber Sprühkreide haben Polizist*innen der Polizeidirektion Hannover antisemitische Parolen unkenntlich gemacht, die in den frühen Morgenstunden am 18. März am Holocaust-Mahnmal entdeckt wurden.
OB Onay: "Antisemitismus bricht sich allzu oft Bahn."
Die Schriftzüge bestehen aus direkt an jüdische Menschen gerichtete Beleidigungen und aus einem durchgehenden schwarzen Strich, der die Namen der während der Nazizeit aus Hannover deportierten Jüdinnen und Juden teilweise überdeckt. Die Reinigung soll am Donnerstag, 19. März, erfolgen.
Oberbürgermeister Belit Onay sagt zu den Schmierereien: "Antisemitismus bricht sich allzu oft Bahn, sucht sich seinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft. Diese Parolen auf dem Mahnmal im Herzen Hannovers sind ein weiteres Zeichen dafür. Antisemitismus ist und bleibt ein großes Problem, dessen Bekämpfung unser aller Pflicht ist. Wir stehen weiter an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen."
Wiederholt Angriffe auf Mahnmale
Diese Schmierereien sind nicht der einzige Angriff auf Mahnmale in Hannover und der Region. Die Gedenkstätte in Hannover-Ahlem ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Beschmierungen und Zerstörungen geworden, zuletzt im Januar 2025.