05/19/2026 | News release | Distributed by Public on 05/19/2026 07:00
"Hohe Kosten, globale Unsicherheiten und zunehmende Regulierung setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Vor diesem Hintergrund werden transparente Daten, effiziente Prozesse, starke Partnerschaften und eine enge Integration mit den Lieferanten zu zentralen Erfolgsfaktoren. Genau hier kommt ein entscheidender Treiber ins Spiel: die Künstliche Intelligenz", sagte BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Lars Kleeberg in seiner Eröffnungsrede bei den 17. BME-eLÖSUNGSTAGEN des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in Düsseldorf.
KI ist laut Kleeberg längst kein Zukunftsthema mehr. Sie sei heute ein zentraler Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Dabei gehe es nicht nur um die Automatisierung einzelner Prozesse, sondern um einen echten strategischen Hebel. Unternehmen, die KI gezielt einsetzen, profitieren durch bessere Entscheidungen, höhere Transparenz und ein effektiveres Risikomanagement entlang der gesamten Lieferkette.
Das Zusammenspiel zwischen Mensch und KI thematisierten auch die weiteren Vorträge des Eröffnungsplenums. Die Referierenden berichteten von ihren Erfolgen und Herausforderungen bei der Umsetzung von Digitalisierung und KI in Ihren Unternehmen.
Wie die Transformation mittels KI erfolgreich in einem Familienunternehmen gelingt, erklärte Frauke von Polier, Chief People Officer (CPO) und Mitglied des Executive Boards, Viessmann Generations Group. Dafür benötige man eine KI-Unternehmensstrategie, die den Rahmen bilde. Entscheidend sei auch, bei einer Transformation des Unternehmens die Menschen mitzunehmen. Denn physische Interaktion stärke das Engagement im Zeitalter der KI. Zudem müsse jedes Unternehmen entscheiden, wie viel Kompetenz bzw. Entscheidungsbefugnis die KI erhalten soll. Denn beim Einsatz von KI gibt es laut von Polier eine "menschliche Grenze": Diese sei die Grenze, an der der Mensch zwangsläufig die Führung behalten müsse - nicht unbedingt wegen der Technik an sich, sondern aus Gründen der Legitimität, der Moral und der Kultur. Ihr Fazit: Man kann KI nutzen, um neu zu denken.
Den Einfluss von KI auf die Transformation von Burda Procurement stellte Nils Honerla, Geschäftsführer, Burda Procurement GmbH, vor. Als Learnings dieses Prozesses nannte er:
Sein Fazit: KI verändert die Organisation, die Anforderungen an das Team sowie die Zusammenarbeit mit den Klienten und steigert gleichzeitig die tägliche Effizienz.
Laut Katy Kennedy, Vice President Digital Solutions - Procurement, Uniper SE, bedarf es einer klaren Vorstellung von der KI-Strategie und davon, wie diese die Use-Case-Roadmap unterstützen soll. Wichtig sei zudem eine Datenstrategie, die wiederum die Roadmap für Anwendungsfälle unterstützt. Entscheidend sei außerdem, dass die Mitarbeitenden und Stakeholder von der Transformation profitieren, z.B. durch Entlastungen bei wiederkehrenden Aufgaben. Dadurch werde die Akzeptanz für neue Prozesse gewährleistet.
In der Diskussionsrunde zum Abschluss des Plenums wurde thematisiert, wie digitale Innovationen echten Mehrwert im Einkauf schaffen können. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass KI im Einkauf angekommen ist, allerdings noch mehr in der Breite ausgerollt werden müsse. Oft seien zu viele Insellösungen in den Unternehmen vorhanden.
Bei der Einführung einer KI-Lösung sei die Aufwand-Nutzen-Abwägung entscheidend und die Frage, welche Probleme durch KI-Einsatz gelöst werden sollen. Denn den Mehrwert, den KI generieren kann, ergebe sich für jedes Unternehmen aus den jeweiligen Anforderungen. Das Fazit: KI ist ein Werkzeug, mit dem der Einkauf Wertschöpfung für das eigenen Unternehmen generieren kann. Deshalb lautet das Motto: "Einfach mal anfangen!"