04/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/30/2026 09:50
Am 8. Mai wird in Landau innegehalten: Die Stadt lädt an diesem Tag dazu ein, gemeinsam zu erinnern, ins Gespräch zu kommen und ein Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur zu setzen. Die offene Gedenkveranstaltung am Tag der Befreiung beginnt am Freitag, 8. Mai, um 15 Uhr an der Gedenkskulptur "Nie wieder" von Künstler Karlheinz Zwick im Durchgang der Siebenpfeiffer-Allee auf dem früheren LGS-Gelände.
Die Stadtverwaltung mit ihrem Archiv gestaltet die Gedenkveranstaltung und begrüßt dazu auch Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Organisationen der Landauer Gedenkarbeit. Der Stadtvorstand wird durch Oberbürgermeister Dominik Geißler vertreten sein. Das Programm verbindet Musik, Einordnung und persönliche Ansprache: Den musikalischen Rahmen gestalten Markus Herold (Gitarre) und Rüdiger Böhm (Flöten). Katharina Slawik vom Stadtarchiv ordnet die Ereignisse des 8. Mai historisch ein, bevor Oberbürgermeister Dominik Geißler zu den Anwesenden spricht.
"Der 8. Mai erinnert uns daran, dass Freiheit, Frieden und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind. Der Tag mahnt uns, die Würde jedes Menschen zu schützen und entschieden gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit einzutreten", sagt der Oberbürgermeister und lädt alle Interessierten herzlich ein, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.
Im Anschluss an das offizielle Programm besteht Gelegenheit zum Austausch. Besucherinnen und Besucher können Blumen als Zeichen des Gedenkens niederlegen. Zudem haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Gedanken und Erinnerungen in einem historischen Koffer festzuhalten. Diese werden datenschutzkonform dem Stadtarchiv übergeben und dauerhaft bewahrt.
Unter dem Hashtag #LandauErinnert lädt die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger außerdem ein, sich auch über die Veranstaltung hinaus am Gedenken zu beteiligen: Ob persönliche Gedanken, Fotos von Gedenkorten oder kurze Botschaften - jede Form des Erinnerns ist willkommen. Die Beiträge machen sichtbar, wie vielfältig Erinnerungskultur heute gelebt wird, und sollen zugleich ein gemeinsames Zeichen für Verantwortung und Zusammenhalt setzen. Auch diese digitalen Beiträge werden - soweit möglich - dokumentiert und für die Zukunft bewahrt.
Der 8. Mai markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa im Jahr 1945 und damit die Befreiung vom Nationalsozialismus. Zugleich ist dieser Tag untrennbar mit der Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes verbunden - insbesondere an den Holocaust, die systematische Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden sowie weiterer verfolgter Gruppen. Der Tag der Befreiung steht daher bis heute für das Gedenken an die Opfer und für die Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und in die Gegenwart zu tragen.