08/21/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/21/2026 06:42
Im Rahmen eines Unternehmensbesuch zu innovativen Technologieunternehmen im Land Bremen besuchte Staatsrat Fries die Fielax GmbH in Bremerhaven. Das Unternehmen entwickelt derzeit ein wegweisendes Monitoring-System zur Überwachung von Stromkabeln unter den veränderten klimatischen Bedingungen.
Das Forschungsprojekt "TC-Monitor - Stromnetz im Klimawandel" untersucht, wie die zunehmende Austrocknung von Böden durch längere Trockenperioden die Belastbarkeit erdverlegter Hochspannungskabel beeinträchtigen kann. Besonders bei der Anlandung von Offshore-Windenergie an Küsten spielt diese Fragestellung eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit.
Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 230.000 Euro bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft fördert das innovative Vorhaben im Rahmen des Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU) sowie im Rahmen der Förderung von "Forschung, Entwicklung und Innovation" (FEI), jeweils kofinanziert von der Europäischen Union.
Umwelt-Staatsrat Jan Fries: "Die Fielax GmbH zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Expertise und technologische Innovation zusammenkommen, um Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu entwickeln. Solche Forschungsprojekte stärken nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Unternehmen, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der kritischen Energieinfrastruktur in Zeiten des Klimawandels."
"Mit diesem Projekt erschließt sich Fielax ein weiteres Geschäftsfeld", erklärte Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven. "Das Unternehmen überträgt seine langjährige Expertise aus dem maritimen Bereich auf ein hochaktuelles Problem der Energiewirtschaft. Diese Art von Transfer ist genau das, was wir brauchen, um den Wirtschaftsstandort Bremerhaven zukunftsfähig aufzustellen. Wir erwarten durch das Projekt nicht nur die Sicherung bestehender, sondern auch die Schaffung neuer qualifizierter Arbeitsplätze in der Region."
Die Fielax GmbH ist seit 2002 im wissenschaftlich-technischen Bereich tätig und beschäftigt rund 20 Mitarbeitende. Das Unternehmen hat sich national und international einen Namen als Spezialist für Temperatur- und Wärmeleitfähigkeitsmessungen in marinen Sedimenten gemacht. Mit dem neuen Forschungsprojekt erweitert Fielax seine Kompetenz auf die Überwachung terrestrischer Stromtrassen - ein Novum mit weltweitem Alleinstellungsmerkmal.
Hintergrund:
Längere Trockenperioden führen dazu, dass Böden zunehmend austrocknen und ihre Fähigkeit verlieren, Wärme von erdverlegten Stromkabeln abzuleiten. Dies kann im schlimmsten Fall zu Beschädigungen und Ausfällen führen. Das Problem gewinnt durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und die notwendigen Anlandungspunkte an der Küste erheblich an Bedeutung.
Im Rahmen des Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken wird die Entwicklung und Umsetzung von Innovationsprojekten mit dem Ziel, Umweltentlastungseffekten zu erreichen, gefördert. Es sollen insbesondere die Vermeidung bzw. Verminderung umweltschädlichen Verbrauchs und des Einsatzes umweltschädlicher Stoffe erreicht sowie die Wiederverwertbarkeit von Ressourcen befördert werden. Die Förderung erfolgt auf Basis der PFAU-Richtlinie (Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken).
Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: [email protected]