Ostalbkreis

05/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/04/2026 06:35

'Mensch und KI gleich bessere Begleitung': Fachkonferenz im Ostalbkreis setzt Impulse für den Berufseinstieg

Nr. 185 vom 04.05.2026

"Mensch und KI gleich bessere Begleitung": Fachkonferenz im Ostalbkreis setzt Impulse für den Berufseinstieg

Unter dem Titel "Hey ChatGPT! Wie geht's nach der Schule weiter?" kamen über einhundert Expertinnen und Experten aus Bildung, Wirtschaft und Politik zur 6. Fachkonferenz der Verantwortungsgemeinschaft Ostalbkreis in der Hochschule Aalen zusammen. Zentrale Frage der Veranstaltung war, wie Künstliche Intelligenz (KI) für Jugendliche als Brücke in die Arbeitswelt dienen kann. Das Fazit: KI ist ein wertvoller Turbo für die Orientierung, kann die menschliche Begleitung aber nicht ersetzen.

Prof. Dr. Harald Riegel, Rektor der Hochschule Aalen, begrüßte die Teilnehmenden und verwies auf die beeindruckende Vielfalt der KI heute und in der Zukunft. Adrian Schilde, Leiter der Bildungsregion, thematisierte in seinem Grußwort die Zukunft von Lehrkräften und Berufsberatern. Auf die Frage, ob diese durch KI ersetzt werden könnten, lieferte ChatGPT selbst die Antwort: Ein klares Nein. Empathie, Vertrauen und individuelle Einschätzung blieben menschliche Domänen. KI könne jedoch als "24/7-Berufscoach" Sprachhürden abbauen, Talente identifizieren und als digitaler Assistent helfen, den Fachkräftemangel durch effizienteres Matching zwischen Betrieben und Azubis zu bekämpfen.

Vier Thesen für die Zukunft
Keynote-Speaker Dr. Georg Sievers von der Agentur für Arbeit Ravensburg lieferte dazu den passenden "Werkzeugkasten". Er demonstrierte praxisnah, wie KI-Tools in verschiedenen Beratungsphasen konkret eingesetzt werden können. So stellte er einen KI-Assistenten vor, der bei der Ermittlung individueller Voraussetzungen unterstützt, bei der Selbsterkundung hilft und komplexe Recherchen zu Bildungspfaden aufbereitet. Sievers stellte darüber hinaus einen selbstgebauten KI-Workflow vor, der wöchentlich aktuelle Entwicklungen spezifischer Berufsthemen zusammenstellt - ein Werkzeug, das Beratungskräften helfen kann, stets am Puls der Zeit zu bleiben.
In seinem Vortrag formulierte Sievers vier zentrale Thesen für die künftige Arbeit: Erstens kann KI Bildungsübergänge humanisieren, sofern sie pädagogisch sinnvoll gerahmt wird. Zweitens eröffnet generative KI neue Wege der Individualisierung, verlangt jedoch eine kritische Begleitung. Drittens müssen digitale KI-Kompetenzen (AI Literacy) zur neuen Allgemeinbildung für Jugendliche und Fachkräfte werden. Zu guter Letzt entfalten smarte Lernumgebungen ihr Potenzial nur durch menschliche Verantwortung und ethische Reflexion. Sievers plädierte dafür, die Beratung hin zu einer kontinuierlichen, KI-gestützten Begleitung weiterzuentwickeln, um mit der Lebensrealität der Jugendlichen Schritt zu halten.

Praxisnahe Vertiefung in fünf Fach-Workshops
Im Anschluss an die Keynote vertieften die Teilnehmenden das Thema in fünf spezialisierten Workshops. Das Spektrum reichte vom Einsatz von KI im Unterricht und Ausbildungsbetrieb über die praktische Ausbildungsplatzsuche bis hin zu ethischen Fragen, wie der Vermeidung von Diskriminierung durch Algorithmen.

Das Resümee der Fachkonferenz war eindeutig: KI wird die menschliche Begleitung nicht ersetzen, aber sie wird das wichtigste Werkzeug, um den Übergang Schule-Beruf effizienter und passgenauer zu gestalten. Die Verantwortungsgemeinschaft Ostalbkreis hat mit dieser Veranstaltung ein starkes Signal gesetzt, die digitale Transformation aktiv und gemeinsam zum Wohle der Jugendlichen in der Region zu gestalten. Die Konferenz bot zudem eine ideale Plattform zur Vernetzung der regionalen Netzwerkpartner sowie der Lehr- und Fachkräfte, die unmittelbar mit den Jugendlichen in den Schulen zusammenarbeiten.

INFO:
Die Verantwortungsgemeinschaft Ostalbkreis ist eine Kooperation, in der die Bildungsregion Ostalb, die Hochschule Aalen, das Staatliche Schulamt Göppingen, das ZSL Regionalstelle Schwäbisch Gmünd, die Agentur für Arbeit Aalen, das Jobcenter Ostalbkreis, die Kammern (IHK, HWK), Südwestmetall, die Vertreter der Kommunen (Stadt Schwäbisch Gmünd) und regionalen Bildungsträger (Berufsvorbereitungswerk Ostalb) sowie Vertreter von den Beruflichen und allgemein bildenden Schulen ihre Kompetenzen für einen nahtlosen Berufsstart junger Menschen bündeln.

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