ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

11/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 11/04/2026 02:19

Umfrage: Mehrheit der Deutschen offen für digital überwachtes Remote Scanning bei Röntgenuntersuchungen

  • Rund 60 Prozent würden sich auch von digital zugeschaltetem Röntgenpersonal untersuchen lassen
  • Knapp neun von zehn wollen flächendeckende und rund um die Uhr verfügbare Röntgendiagnostik

Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 %) befürwortet Röntgenuntersuchungen mit per Video zugeschaltetem radiologischem Fachpersonal, wenn zusätzlich eine eingewiesene medizinische Fachkraft vor Ort ist. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des ZVEI anlässlich der heutigen Anhörung zum Strahlenschutzgesetz im Umweltausschuss des Bundestags. Bei den unter 40-Jährigen liegt die Zustimmung höher: Rund drei von fünf befürworten Remote Scanning.

Noch deutlicher zeigt sich die Offenheit, wenn es um die eigene Behandlung geht: Zwar hat etwa jeder dritte Befragte Vorbehalte gegenüber der Technologie, aber knapp 60 Prozent würden sich selbst oder Angehörige unter diesen Bedingungen röntgen lassen.

Besonders eindeutig ist der Wunsch nach einer lückenlosen Versorgung: Rund neun von zehn Befragten (87 %) wollen, dass Röntgengeräte flächendeckend und rund um die Uhr eingesetzt sein können. Dieser Wunsch zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg; bei Älteren ist er tendenziell noch stärker ausgeprägt.

"Die Umfrage zeigt: Die Menschen sind offener für Remote Scanning, als man vielleicht vermuten würde. Die Technik ist längst so weit, dass radiologisches Fachpersonal Röntgenuntersuchungen auch aus der Ferne durchführen und begleiten kann. Gleichzeitig sehen wir, dass es noch Vorbehalte gibt. Deshalb müssen wir besser erklären, wie Remote Scanning bei Röntgen funktioniert und dass es dabei keine Abstriche bei Qualität und Sicherheit gibt", kommentiert ZVEI-Geschäftsführerin Sarah Bäumchen.

Remote Scanning sichert Diagnostik bei Personalmangel

Schon heute müssen Radiologinnen und Radiologen bei Röntgenuntersuchung nicht zwingend vor Ort sein. Sie können die Untersuchung aus der Ferne begleiten und den Befund erstellen. Aktuell schreibt das Gesetz für die Durchführung der Untersuchung jedoch die Anwesenheit einer Medizinischen Technologin oder eines Medizinischen Technologen für Radiologie (MTR) vor. Der ZVEI schlägt vor, diese Vorgabe im Zuge der Novellierung des Strahlenschutzrechts anzupassen. Künftig soll eine entsprechend eingewiesene medizinische Fachkraft die Patientinnen und Patienten vor Ort begleiten und im Notfall eingreifen können. Die Durchführung der Untersuchung und die Befundung erfolgt durch das Fachpersonal aus der Ferne.

Sarah Bäumchen: "Gerade nachts, am Wochenende oder auf dem Land fehlt häufig das nötige Fachpersonal vor Ort. Remote Scanning kann helfen, lebenswichtige Diagnostik trotzdem flächendeckend und rund um die Uhr verfügbar zu halten."

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. published this content on November 04, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on November 04, 2026 at 08:19 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]