02/20/2026 | Press release | Archived content
Durch eine mehrsprachige, auf der Muttersprache basierende Bildung können Gesellschaften mehr Inklusion fördern, Minderheiten- und indigene Sprachen bewahren und einen gerechten Zugang zu Bildung unterstützen. Der Internationale Tag der Muttersprache, der weltweit am 21. Februar begangen wird, rückt diese Ziele in den Vordergrund.
"Die zu Hause gesprochene Sprache ist eher ein Vorteil als ein Hindernis für das Lernen." Aus dieser Überzeugung heraus gestalten Schulen in ganz Europa diesen Tag oft mit Aktivitäten wie Geschichtenerzählen in mehreren Sprachen, Gedichtvorträgen und der Vorstellung von Traditionen in den Sprachen, die die Schülerinnen und Schüler in ihren Familien sprechen. Die sprachlichen Wurzeln der Schülerinnen und Schüler werden so als Bereicherung angesehen, die das Wohlbefinden, den interkulturellen Dialog und den schulischen Erfolg fördert.
Förderung von Sprachenrechten und Inklusion
Der Internationale Tag der Muttersprache wird im selben Geist wie der Europäische Tag der Sprachen veranstaltet, den der Europarat jedes Jahr am 26. September begeht. Beide Tage setzen sich für sprachliche Vielfalt und interkulturelles Verständnis ein, doch der Europäische Tag der Sprachen ermutigt die Europäerinnen und Europäer insbesondere dazu, ihr Leben lang Sprachen zu lernen. Diese Feierlichkeiten, die seit 2001 vom Europarat koordiniert werden, sollen zeigen, wie Mehrsprachigkeit den sozialen Zusammenhalt stärken und den gegenseitigen Respekt zwischen den Völkern des Kontinents fördern kann.
Schutz der Sprachen- und Minderheitenrechte
Das reibungslose Funktionieren von Demokratien hängt von sozialer Inklusion und Integration ab, die wiederum von Verständnis, Respekt und Engagement im Hinblick auf sprachliche und kulturelle Vielfalt abhängen. Der Europarat befürwortetmehrsprachige und interkulturelle Bildung als Mittel zur Erreichung dieser Ziele.
Dieser internationale Tag steht in vollem Einklang mit den langjährigen Bemühungen des Europarates zum Schutz und zur Förderung der sprachlichen Rechte und Vielfalt. (weiter)
Der Internationale Tag der Muttersprache wurde 1999 von der UNESCO ausgerufen und später von der Generalversammlung der Vereinten Nationen übernommen. Dieser Tag unterstreicht die Bedeutung von Sprachen für die Förderung der Inklusion und die Verwirklichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung