06/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/12/2026 09:54
"Hoch in den Weinbergen liegt eine einzigartige Bildungsstätte mit Tradition und Zukunft. Gelegen an einem der schönsten Orte unseres Landes bietet die Akademie Sonneck seit 30 Jahren Bildungsveranstaltungen, die in den Köpfen Impulse setzen und in die Gesellschaft hineinwirken. Dank des langen Atems und des jahrzehntelangen Engagements ist das Haus Sonneck heute ein Synonym für hochwertige Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt."
Die Jubiläumsveranstaltung bot zugleich Gelegenheit, Arbeit und Leben einen Förderbescheid über 26.350 Euro für sein Engagement für eine faire Arbeitsmarktintegration zu überreichen. Damit wird die Arbeit der "Fachstelle Faire Beschäftigung" gefördert, das sich für fairen Arbeitsmarktintegration einsetzt. Das Projekt, das mit rund 290.000 Euro vom Bund gefördert wird, berät Drittstaatsangehörige über ihre Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis und unterstützt sie dabei, sich vor Ausbeutung und Benachteiligung am Arbeitsplatz zu schützen. Von diesem Schutz profitieren auch einheimische Beschäftigte, da unfairer Wettbewerb durch unangemessene Arbeitsbedingungen, insbesondere durch Lohndumping, verhindert wird.
"Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt ist ein wichtiger Partner im Kampf gegen Lohndumping und Ausbeutung. Dank der Fachstelle können sich Migrantinnen und Migranten gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse wehren und ihren Anspruch auf faire und gesunde Arbeitsbedingungen durchsetzen", sagte die Ministerin. Beratungsgegenstand sind Fragen von Drittstaatsangehörigen zu arbeits- und sozialrechtlichen Themen, die mit dem Beschäftigungsverhältnis zusammenhängen, zum Beispiel zu Lohn, Arbeitszeit, Urlaub, Kündigung, Krankenversicherung und Rentenansprüchen.
"Der Anspruch auf gute Arbeit gilt unabhängig von Pass, Sprache und Herkunft. Mit der Fachstelle Faire Beschäftigung sorgen wir dafür, dass die Integration von Arbeitskräften fair verläuft und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirksam vor Ausbeutung geschützt werden", so Grimm-Benne.
Mit dem weiteren Projekt "Beratung migrantischer Arbeitskräfte" (BemA) berät Arbeit und Leben zudem seit dem Jahr 2018 migrantische Beschäftigte, überwiegend aus Ost- und Südosteuropa, bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen.
Arbeitsausbeutung bis hin zu strafrechtlich relevantem Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung gehören zur Realität von Beschäftigungsverhältnissen - auch in Sachsen-Anhalt. Der wachsende Fachkräftemangel und der Rückgriff auf Arbeitskräfte aus Osteuropa in zahlreichen Branchen, etwa in der fleischverarbeitenden Industrie, bei Paketdiensten oder im Baugewerbe, machen die Verstetigung niedrigschwelliger Beratungsangebote notwendig.