10/07/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/07/2026 05:31
Foto (Hansestadt Uelzen): Gemeinsam beim Wärmepumpen-Infotag in Uelzen (v. l.): Stadtbaurat Dr. Andreas Stefanski, Projektverantwortlicher Ralf Monecke sowie die Wärmewende-Experten Anja Floetenmeyer-Woltmann und Dr. Marek Miara
07.10.2026
Reges Interesse an Heizungstausch und konkreten Lösungen
Rund 600 Besucherinnen und Besucher haben gestern, 6. Oktober, den Wärmepumpen-Infotag in Uelzen genutzt. Im Mittelpunkt standen praktische Fragen zum Heizungstausch, zu Fördermöglichkeiten und zum Einsatz von Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern.
"Das große Interesse zeigt, dass viele Menschen wissen wollen, wie sie ihre Wärmeversorgung künftig gestalten können", sagt Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky. "Genau hier setzt auch unsere kommunale Wärmeplanung an. Sie zeigt, wo Wärmenetze eine Perspektive bieten und wo individuelle Lösungen gefragt sind. Gerade für Gebäude, die künftig nicht an ein Wärmenetz angeschlossen werden können, kann die Wärmepumpe eine wichtige Option sein."
Beratung direkt vor Ort
Rund 50 Mitarbeitende von mehr als zehn Herstellern und regionalen Installationsbetrieben standen für individuelle Fragen zur Verfügung. Sie informierten über verschiedene Wärmepumpenlösungen, deren Einsatzmöglichkeiten und die konkrete Planung eines Heizungstauschs. Unterstützt wurde das Angebot von Sponsoren namhafter Hersteller in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP).
"Wir haben ein älteres Haus und werden unsere Heizung irgendwann sanieren müssen. Noch sind wir unentschlossen, welche Lösung für uns die richtige ist. Man hört immer wieder, dass die Wärmepumpe eine Energie der Zukunft ist. Der Infotag ist für uns eine gute Entscheidungsgrundlage. Toll ist auch, dass verschiedene Firmen vor Ort sind und ihre Lösungen vorstellen", sagt Christiane Beensen aus Uelzen.
Wärmepumpen gewinnen beim Heizungstausch zunehmend an Bedeutung. Im zweiten Quartal 2026 lag ihr Marktanteil bei neu eingebauten Heizungen bei 62 Prozent. Damit wurden deutlich mehr Wärmepumpen verkauft als Gas- und Ölheizungen zusammen.
Viele Fragen aus der Praxis
Die Wärmewende-Expertin Anja Floetenmeyer-Woltmann und Dr. Marek Miara informierten in Fachvorträgen herstellerunabhängig über den Einsatz von Wärmepumpen. Themen waren geeignete Systeme für unterschiedliche Gebäude, Kosten und Fördermöglichkeiten. Ein Schwerpunkt lag auf Mehrfamilienhäusern. An konkreten Beispielen zeigten die Fachleute, wie Förderung, umlagefähige Kosten und steuerliche Aspekte zusammenspielen.
Förderung im Blick behalten
Wer einen Heizungstausch plant, sollte auch die Entwicklung der Förderung beachten. Zum 1. Januar 2027 ändern sich die Fördersätze und die förderfähigen Kosten erneut. Wer sich Fördermittel sichert, muss die neue Heizung jedoch nicht sofort einbauen. Nach der Förderzusage bleiben drei Jahre Zeit für die Umsetzung. Die beim Infotag vorgestellten Beratungsstellen informieren über Fördermöglichkeiten und helfen bei den nächsten Schritten.
Über die Wärmepumpen-Infotage
Die Wärmepumpen-Infotage sind eine herstellerneutrale Informationsreihe zum Heizungstausch. Mehr als 7.500 Menschen besuchten nach Angaben der Veranstalter die erste Saison. In der Saison 2026/2027 beteiligen sich 25 Gastgeber-Kommunen. Bestandteil sind Fachvorträge und Beratungsangebote mit lokalen Fachbetrieben. Mehr Informationen unter: https://www.waermepumpen-infotag.de