08/13/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/13/2026 02:13
MedienmitteilungVeröffentlicht am 13. August 2026
Bern-Wabern, 13.08.2026 - Die Zuwanderung in die Schweiz geht weiter zurück. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres nahm die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 12,5 Prozent auf 29 884 Personen ab. Diese Entwicklung folgt einem allgemeinen Trend von rückläufiger Zuwanderung und vermehrter Auswanderung. Ende Juni 2026 lebten 2 432 444 Ausländerinnen und Ausländer dauerhaft in der Schweiz.
Der leichte Rückgang der Zuwanderung, der seit 2024 zu beobachten ist, setzte sich im ersten Halbjahr 2026 fort. Zwischen Januar und Ende Juni 2026 betrug die Zuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung insgesamt 74 112 Personen, 2220 Personen (-2,9 %) weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Aus der EU/EFTA wanderten 55 761 Personen in die Schweiz ein, was einem Rückgang von 408 Personen (-0,7 %) entspricht. Bei den Drittstaatsangehörigen waren es 18 351 Personen, 1812 Personen (-9,0 %) weniger als im ersten Halbjahr 2025.
Gleichzeitig nimmt die Auswanderung seit 2023 kontinuierlich zu. Im ersten Halbjahr 2026 haben 39 251 Personen aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung die Schweiz verlassen (+1608 Personen gegenüber der Vorjahresperiode), davon 29 691 EU/EFTA-Staatsangehörige (+449) und 9560 Drittstaatsangehörige (+1159).
Die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung nahm um 12,5 Prozent auf 29 884 Personen ab (Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung sowie statistische Korrekturen). Der Wanderungssaldo ging gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bei den EU/EFTA-Staatsangehörigen um 1085 Personen auf 22 468 Personen und bei den Drittstaatsangehörigen um 3202 Personen auf 7416 Personen zurück.
Wichtigster Faktor für die Attraktivität der Schweiz als Zuwanderungsland ist nach wie vor der Arbeitsmarkt. Der Anteil der EU/EFTA-Staatsangehörigen, die für eine kurzfristige oder dauerhafte Erwerbstätigkeit in die Schweiz eingewandert sind, ist anhaltend hoch: Sie machen 80,5 Prozent der Gesamtzuwanderung aus der EU/EFTA aus. Bis Ende Juni 2026 wanderten 41 321 Arbeitskräfte aus der EU/EFTA in die Schweiz ein, um eine langfristige Stelle anzutreten. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 679 Personen (-1,6 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Die Zahl der neuen Arbeitskräfte aus der EU/EFTA, die für eine unterjährige Erwerbstätigkeit in die Schweiz kamen (nichtständige Wohnbevölkerung), nahm um 677 Personen (-1,8 %) auf 36 367 Personen ab.
Von den kontingentierten Aufenthaltsbewilligungen für Erwerbstätige aus Drittstaaten wurden bis Ende Juni 32 Prozent der Kurzaufenthaltsbewilligungen (1264 Bewilligungen L) und 35 Prozent der Aufenthaltsbewilligungen (1575 Bewilligungen B) ausgeschöpft.
Zwischen Januar und Juni 2026 wurden 33 219 neue Grenzgängerbewilligungen erteilt. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 36 876 Bewilligungen. Die Anzahl meldepflichtiger Kurzaufenthalte betrug 169 514, gegenüber 164 779 in der Vorjahresperiode.
Als Kurzaufenthalterin oder Kurzaufenthalter gelten Personen, die kurzfristig eine Stelle bei einem Schweizer Arbeitgeber antreten (60 %), sowie entsandte Arbeitnehmende (32 %) und selbstständige Dienstleistungserbringende (8 %), die sich maximal während drei Monaten oder 90 Arbeitstagen im Kalenderjahr in der Schweiz aufhalten.