03/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/04/2026 06:36
Beschleunigte Genehmigungsverfahren ermöglichen Ausbaudynamik
Der deutliche Anstieg bei der Glasfaserversorgung ist auf eine nochmals gestiegene Zahl eingereichter und genehmigter Anträge zur Verlegung von Telekommunikationsinfrastruktur zurückzuführen. 2025 war das bislang stärkste Jahr im gesamten Ausbauprozess.
Insbesondere die Bezirke haben durch zügige Bearbeitung der Anträge maßgeblich zur hohen Ausbaudynamik beigetragen. Erfolgsgrundlage hierfür ist das durch die Zusammenarbeit der Senatsverkehrsverwaltung und der Senatswirtschaftsverwaltung vollständig digitalisierte Antragsverfahren, das die Prozesse deutlich beschleunigt.
Weitere Ziele der Gigabitstrategie: Berlin bleibt bundesweit führend
Bereits 2024 hatte Berlin das in der Gigabit-Strategie verankerte Mobilfunkziel erreicht: eine vollständige 5G-Versorgung aller Haushalte, Unternehmensstandorte und oberirdischen Verkehrswege. In der Fläche ist Berlin mit 99,97 % mit 5G Abdeckung versorgt. Die Hauptstadt liegt im Bundesvergleich damit auf Platz 2 hinter Bremen.
Auch das zweite zentrale Ziel - die flächendeckende Gigabit-Versorgung bis Ende 2025 - ist mit einem Versorgungsgrad von 96,2 Prozent nahezu vollständig umgesetzt. Das entspricht mehr als zwei Millionen Haushalten und Gewerbeeinheiten. Die verbleibenden unterversorgten Standorte werden im Zuge des fortschreitenden Glasfaserausbaus erschlossen. Dazu tragen auch die im Jahr 2026 startenden Förderprojekte im Rahmen der Gigabit-Richtlinie bei.
Resilienz digitaler Netze gewinnt weiter an Bedeutung
Die jüngsten Sabotageakte am Stromnetz haben auch die Verwundbarkeit der Berliner Telekommunikationsinfrastruktur aufgezeigt. Der Brandanschlag auf Strommasten im September 2025 sowie der Angriff auf eine zentrale Kabelbrücke im Januar 2026 führten zu großflächigen, langanhaltenden Unterbrechungen der Stromversorgung - mit vollständigen Ausfällen von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetdiensten. Die Ereignisse verdeutlichen die kritische Abhängigkeit der Netze vom Stromnetz und den Bedarf an resilienteren Infrastrukturen.
Das Land Berlin, die Gigabit-Strategiepartner und die Mobilfunknetzbetreiber unterstreichen gemeinsam die Bedeutung widerstandsfähiger digitaler Infrastrukturen. Die Beteiligten werden die Diskussion zur Resilienz in Anlehnung an bundesweite und föderale Entwicklungen auch im Rahmen der Berliner Gigabit-Strategie kontinuierlich fortführen. Resilienz ist keine singuläre Maßnahme, sondern erfordert die Belastbarkeit der Netze im Zusammenspiel aller relevanten Akteure, Maßnahmen und Infrastrukturen.
Gigabit-Strategie des Landes Berlin
Die Gigabit-Strategie des Landes Berlin wurde am 15. Juni 2021 beschlossen. Sie setzt auf einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Netze durch Partnerunternehmen. Die Umsetzung wird seit März 2022 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Zusammenarbeit mit den Strategiepartnern koordiniert. Die Strategiepartner:
Die Gigabit-Versorgung beinhaltet den prozentualen Anteil aller Wohn- und Gewerbeeinheiten, für die Internetzugänge via HFC (bis zu 1.000 Mbit/s Download) und/oder Glasfaser (FTTB/H) verfügbar sind. Die Glasfaserversorgung bezieht sich ausschließlich auf Glasfaseranschlüsse bis in Gebäude oder Wohnungen. Die flächendeckende Gigabit-Versorgung sollte bis 2025 erreicht werden, die flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2028.
Bürgerinnen und Bürger können ihre Versorgungssituation über den Gigabit-Monitor einsehen: https://gigabit.berlin.de/gigabitmonitor.php
Bedarfsmeldungen für Glasfaseranschlüsse sind über den Bedarfs-Monitor möglich: https://gigabit.berlin.de/bedarf.php