06/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/03/2026 10:59
Das Ministerium der Justiz und für Digitalisierung baut den Einsatz moderner digitaler Werk zeuge in der Justiz weiter aus. Den Beschäftigten der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Fachgerichtsbarkeit, den Staatsanwaltschaften, den Justizvollzugseinrichtungen sowie dem Ministerium selbst steht künftig eine KI-gestützte Recherchefunktion innerhalb der juristischen Datenbank Beck-online zur Verfügung. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt bei der Modernisierung der Arbeitsmittel der Justiz erreicht.
"KI kann die Arbeit der Justiz effizienter und moderner machen", erklärte Dr. Benjamin Grimm, Minister der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg. "Mit der neuen Recherchefunktion erleichtern wir den Zugang zu juristischen Fachinformationen und unterstützen die Beschäftigten dabei, schneller zu den relevanten und qualitativ hochwertigen Quellen zu gelangen." Gleichzeitig bleibt klar: Die rechtliche Bewertung und Verantwortung liegen weiterhin bei den Anwenderinnen und Anwendern. "KI unterstützt, der Mensch entscheidet!", so Grimm.
Die Anwendung Beck-Chat ermöglicht eine dialogbasierte Recherche in natürlicher Sprache. Nutzerinnen und Nutzer können Rechtsfragen direkt an die Datenbank richten und erhalten strukturierte Antworten auf Grundlage der Inhalte von Beck-online. Die Ergebnisse sind jeweils mit den zugrunde liegenden Quellen - etwa Gesetzen, Gerichtsentscheidungen oder Kommentaren - verknüpft und können unmittelbar überprüft werden.
Die Recherche erfolgt dabei in einem geschlossenen System auf Basis der lizenzierten Inhalte von Beck-online. Anders als bei frei zugänglichen KI-Anwendungen werden die Antworten aus schließlich aus den autorisierten und tagesaktuellen Datenbeständen der Datenbank generiert. Dadurch wird eine hohe Qualität, Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Informationen gewährleistet. Ein Austausch sensibler Inhalte mit öffentlich zugänglichen KI-Diensten oder dem offenen Internet findet nicht statt.
Der Schutz sensibler Daten und die Einhaltung hoher Sicherheits- und Datenschutzstandards haben bei der Implementierung besondere Priorität. Eingaben werden nach Abschluss der jeweiligen Sitzung gelöscht; eine Nutzung dieser Daten zu Trainingszwecken ist vertraglich ausgeschlossen. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union. Zur Wahrung des Dienstgeheimnisses und des Datenschutzes gilt zudem ein Anonymisierungsgebot: Bei der Nutzung der Anwendung dürfen keine personenbezogenen Daten in das Chat-Interface eingegeben werden.