Foreign Office of the Federal Republic of Germany

03/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/10/2026 01:09

Solidarität und gemeinsame Verantwortung für Europa: Außenminister Wadephul reist nach Zypern

Außenminister Wadephul ist zu einem offiziellen Besuch in Zypern eingetroffen, um mit seinem zyprischen Amtskollegen Constantinos Kombos über die aktuelle sicherheitspolitische Lage im Nahen Osten zu beraten.

Zypern ist ein wichtiger und enger Partner Deutschlands in der Europäischen Union und nimmt durch seine geostrategische Lage im östlichen Mittelmeer eine Schlüsselstellung für die europäische Sicherheits- und Außenpolitik ein. Die Insel hat sich in den letzten Jahren nicht nur als stabiler Akteur in der Region etabliert, sondern auch immer wieder als Drehkreuz für Evakuierungen in Krisenzeiten angeboten - eine Rolle, die angesichts der Nähe zu den Spannungsgebieten des Nahen Ostens gerade von zentraler Bedeutung ist.

Die jüngsten Ereignisse, insbesondere der iranische Drohnenangriff auf eine britische Militärbasis in Zypern, haben einmal mehr verdeutlicht, dass der Krieg im Nahen Osten keine zu isolierende Krise ist, sondern auch Europa unmittelbar betrifft. In diesem Kontext bekräftigte Außenminister Wadephul die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands mit Zypern und würdigte die besonnene und verantwortungsvolle Haltung des Landes in dieser angespannten Lage.

In Zypern traf Außenminister Wadephul auch seinen Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Scheich Abdullah bin Zayid, zu Gesprächen. Dabei ging es einerseits um die angespannte Sicherheitslage in der Golfregion, aber auch um die gemeinsamen Anstrengungen zur Verhinderung einer Energie- und Ölkrise, die die ganze Welt belasten würde.

Gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit in Europa

Neben den Entwicklungen im Nahen Osten besprach Außenminister Wadephul mit seinem zyprischen Amtskollegen auch die sicherheitspolitischen Herausforderungen, die Europa insgesamt betreffen. Zypern hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft unter dem Motto "Offen für die Welt" inne und hat in diesem Zusammenhang den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeiten zu einer klaren Priorität erklärt. Angesichts der anhaltenden Bedrohung durch Russland bleibt für Deutschland die Unterstützung der Ukraine sowie die Absicherung der NATO-Ostflanke, beispielsweise durch die deutsche Brigade in Litauen, von zentraler Bedeutung.

In diesem Kontext betonte Außenminister Wadephul die Wichtigkeit, den Druck auf Russland weiterhin zu verstärken und die Ukraine umfassend zu unterstützen - sowohl militärisch als auch humanitär. Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt innerhalb der EU bleiben entscheidend, um die europäische Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten. Zypern kann hierbei einen wesentlichen Beitrag leisten.

EU-Erweiterung und geopolitische Herausforderungen

Ein weiteres zentrales Thema der Gespräche war die EU-Erweiterung und die langfristige Ausrichtung der Union. In Zeiten geopolitischer Spannungen sowohl im Osten als auch im Südosten Europas wird die Frage einer glaubwürdigen Beitrittsperspektive für die Länder des Westbalkans sowie für die Ukraine und Moldau immer dringlicher. Deutschland setzt sich daher für eine klare Erweiterungsperspektive ein, die nicht nur die politische und wirtschaftliche Integration dieser Länder vorantreibt, sondern sie auch langfristig in die europäische Sicherheitsarchitektur einbinden kann.

Die neuen geopolitischen Realitäten erfordern auch eine Anpassung des kommenden EU-Finanzrahmens. Deutschland plädiert für eine dynamische und flexible Neuausrichtung, die es der Union ermöglicht, auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen angemessen zu reagieren und gleichzeitig die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Ein Finanzrahmen, der klare Prioritäten setzt - für Verteidigung, Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität - wird in den kommenden Jahren für die Handlungsfähigkeit der EU von entscheidender Bedeutung sein.

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