BDL - Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.

03/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/18/2026 04:13

BDL warnt vor Streikeskalation

18. März 2026
WirtschaftInfrastrukturVerbraucher

BDL warnt vor Streikeskalation

Luftverkehrsstandort Deutschland unter Druck

Die anhaltenden Arbeitskämpfe im deutschen Luftverkehr sorgen für erhebliche Turbulenzen und werden von der Branche mit großer Sorge betrachtet. Allein in der vergangenen Woche kam es zu mehreren Streiktagen bei Lufthansa Classic, CityLine und Lufthansa Cargo. Parallel dazu laufen weitere Streikabstimmungen, unter anderem bei Eurowings sowie bei den Kabinenbesatzungen von Lufthansa CityLine. Zusätzliche Belastungen entstehen durch Warnstreiks, wie in dieser Woche am Flughafen Berlin-Brandenburg, der den Betrieb heute für einen Tag vollständig einstellen muss.

Die Arbeitsniederlegungen treffen den Luftverkehrsstandort Deutschland in einer ohnehin kritischen Phase. Während sich andere europäische Länder längst deutlich von der Krise seit Corona erholen, liegt Deutschland immer noch spürbar zurück. Wiederholte Streiks verschärfen diese Wettbewerbsnachteile zusätzlich. Sie beeinträchtigen nicht nur die Airlines, sondern auch Passagiere, Wirtschaft und internationale Anbindung. Das kann in niemandes Interesse sein. Für die Luftfahrtbranche ist klar: Streiks im Luftverkehr haben aufgrund ihrer weitreichenden Auswirkungen eine besondere Dimension.
Vor dem Hintergrund ist auch zu überlegen, ob das Streikecht für kritische Infrastrukturen neu ausbalanciert werden sollte.

Der BDL appelliert deshalb eindringlich an die Arbeitnehmervertreter, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Es braucht tragfähige Lösungen am Verhandlungstisch und nicht Sturheit auf der Straße.

Um die Rahmenbedingungen für den Luftverkehr zu verbessern, ist auch die Politik gefragt. Der BDL appelliert nachdrücklich an die Bundesregierung jetzt mit den zugesagten Entlastungen Ernst zu machen. Dazu gehört die Absenkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli. Damit gäbe es wenigstens einen ersten Schritt, um deutsche Airlines im europäischen Vergleich nicht noch weiter abzuhängen.

Ansprechpersonen

Alexander Klay Pressesprecher alexander.klay(at)bdl.aero +49 30 520077-165
Carola Scheffler Pressesprecherin carola.scheffler(at)bdl.aero +49 30 520077-117
Elisabeth Schnell Pressesprecherin elisabeth.schnell(at)bdl.aero +49 30 520077-116
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