03/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/04/2026 01:20
Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer fördert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) 18 neue Projekte zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Die Vorhaben wurden deutschlandweit von Bildungsträgern gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt und richten sich gezielt an Heranwachsende. In der dritten Ausschreibungsrunde der Förderlinie "JUGEND erinnert engagiert" stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) insgesamt rund 830.000 Euro für die Umsetzung der Projekte zur Verfügung. Die Stiftung EVZ reichert die Fördersumme des BKM um 10 Prozent an.
Staatsminister Wolfram Weimer erklärte: "Die Projekte, die von jungen Menschen selbst mitentwickelt wurden, sind ein hervorragendes Beispiel für eine innovative und lebendige Erinnerungskultur. Sie nutzen kreative Ansätze, um die Geschichte der NS-Verbrechen auf neue Weise zu vermitteln und eine nachhaltige Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit zu fördern. Gerade in Zeiten von Fake News, Geschichtsrevisionismus und wachsendem Antisemitismus sind diese Projekte von besonderer Bedeutung, da sie die junge Generation dazu anregen, kritisch zu denken, sich aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und somit die Werte unserer Demokratie zu verteidigen."
Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ, sagte: "Viele der ausgewählten Projekte werden in mittleren und kleineren Städten stattfinden. Das macht deutlich: Erinnerungskultur in Deutschland wird in der Fläche gelebt. Der Nationalsozialismus war überall - ebenso breit ist heute das Engagement von Menschen, die sich mit dieser Geschichte auseinandersetzen wollen. Die aktive Beteiligung junger Menschen ist besonders beeindruckend. Im dritten Programmjahr von JUGEND erinnert vor Ort & engagiert können wir 18 herausragende Jugendprojekte unterstützen. Mit diesen Mitstreiterinnen sowie Mitstreitern und Initiativen gelingt es, neue Zugänge zur Erinnerung zu eröffnen."
Folgende Vorhaben sollen gefördert werden:
Die Auswahl der geförderten Projekte beruht auf den Empfehlungen einer unabhängigen Jury. Sie spiegeln das breite Spektrum der im Nationalsozialismus verfolgten Opfergruppen. Träger der Projekte sind Betroffenenverbände, Vereine der Jugendbildungsarbeit, Bildungseinrichtungen, kirchliche Einrichtungen und Gedenkstätten. Gemeinsam mit jungen Menschen haben sie digitale und künstlerische Vermittlungsformate oder Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entwickelt, die nachhaltig Wissen über den Nationalsozialismus in die jungen Generationen tragen sollen.
Im Rahmen des Förderschwerpunkts "JUGEND erinnert engagiert" können Träger der historisch-politischen Jugendbildung oder der Aus- und Fortbildung im öffentlichen Bereich bei der Stiftung EVZ Mittel für Projektlaufzeiten von bis zu einem Jahr beantragen. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 60.000 Euro.
Weiterführende Informationen
JUGEND erinnert vor Ort & engagiert
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