02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/25/2026 08:21
Bundeskanzler Friedrich Merz traf zum Auftakt seiner China-Reise den chinesischen MinisterpräsidentenLi Qiang.
Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann
Beim Empfang in Peking durch den Ministerpräsidenten der Volksrepublik China, Li Qiang,unterstrich Bundeskanzler Merz, dass er sich freue, "mit unseren beiden Ländern einen guten Dialog und einen guten Austausch zu haben". Im Mittelpunkt der Gespräche stehe das Wachstum beider Volkswirtschaften. In diesem Zusammenhang erwähnte der Kanzler die Wirtschaftsdelegation, die ihn bei dem Besuch begleiten werde, und kündigte weitere Besuche von Fachministerinnen und -ministern im Laufe des Jahres an.
Weiter sagte Bundeskanzler Merz, dass Deutschland auch Teil der Europäischen Union sei und "wir gute Beziehungen nicht nur zwischen Deutschland und China besprechen können, sondern auch gute Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union." "Wir tragen gemeinsam Verantwortung in der Welt, und dieser Verantwortung sollten wir auch gemeinsam gerecht werden."
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Herr Premierminister, herzlichen Dank für die sehr freundliche Begrüßung heute hier in Peking. Auch im Namen meiner Delegation: Herzlichen Dank für den herzlichen Empfang!
Ich freue mich sehr, dass ich Gelegenheit habe, das erste Mal als Bundeskanzler in Ihr Land zu kommen. Es freut mich, dass ich die Gelegenheit habe, unmittelbar nach dem Neujahrsfest und dem Frühlingsfest bei Ihnen zu sein. Herzlichen Dank dafür, dass Sie mich hier als erstes nach diesem Fest empfangen. Ich weiß, dass das in China das Jahr des Pferdes ist. Ich wünsche Ihnen für dieses Jahr Energie und Kraft, ganz passend zu diesem Symbol.
Zwischen Berlin und Peking, Herr Ministerpräsident, liegen 7.500 Kilometer. Das ist eine Entfernung, die wir gern überbrücken, die wir gern auch als Anlass nehmen, um über diese Distanz hinweg mit unseren beiden Ländern einen guten Dialog und einen guten Austausch zu haben.
Die deutsch-chinesischen Beziehungen reichen Jahrzehnte zurück. Wir haben seit vielen Jahren diplomatische Beziehungen, und wir haben einen sehr intensiven wirtschaftlichen Austausch zwischen China und Deutschland. Ich lege großen Wert darauf, diese zu erhalten und zu vertiefen - überall, wo das möglich ist.
Wir haben ein paar Themen, über die wir heute im Verlaufe meines Besuches sprechen müssen. Aber ich denke, es gibt auch ein großes Potenzial für weiteres Wachstum unserer beiden Volkswirtschaften.
Damit das gelingt, müssen wir offen miteinander sprechen. Wir brauchen offene Gesprächskanäle. Deshalb ist es auch sehr gut, dass nach meinem Besuch noch in diesem Jahr eine Reihe von Mitgliedern meiner Regierung nach China reisen werden. Wir werden einen intensiven Dialog im Verlaufe des Jahres haben, auch auf der Ebene verschiedener Fachminister.
Sie werden es wissen: Ich habe eine große Wirtschaftsdelegation mitgebracht, die mich begleitet, und die auch heute über sehr konkrete Projekte sprechen will. Wir haben sehr konkrete Anliegen, die unsere Zusammenarbeit betreffen und die wir verbessern und fair gestalten wollen. Darüber werden wir gleich sprechen.
Lassen Sie mich zum Abschluss des ersten Teils unseres Gespräches sagen: Sie wissen, dass wir auch Europäer sind. Deutschland ist Teil der Europäischen Union. Zum Beispiel alle währungspolitischen Fragen, alle handelspolitischen Fragen können und wollen wir auch nur gemeinsam vertreten. Insofern freue ich mich, dass wir gute Beziehungen nicht nur zwischen Deutschland und China besprechen können, sondern auch gute Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union. Wir tragen gemeinsam Verantwortung in der Welt, und dieser Verantwortung sollten wir auch gemeinsam gerecht werden.