02/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/08/2026 02:19
Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen wurden im Jänner 2026 an der burgenländisch-ungarischen Grenze keine Asylanträge gestellt.
Nachdem die burgenländisch-ungarische Grenze von Sommer 2022 bis Jahresbeginn 2023 besonders stark von illegaler Migration betroffen war, wurde nun im Jänner 2026 erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen kein Asylantrag im Burgenland gestellt. Im Vergleich wurden im Jänner 2023 1.900 illegale Personen aufgegriffen.
Grund für die hohen Asylantragszahlen in den Jahren 2022 und 2023 war unter anderem die Visumpolitik in Serbien: Die Genehmigung von Arbeitsvisa für Personen aus Indien, Pakistan und Tunesien löste hohe illegale Migration in Richtung Westeuropa aus. Zusätzlich brachten international agierende Schleppergruppen zahlreiche Personen illegal nach Westeuropa.
Zwtl.: Maßnahmen im Kampf gegen illegale Migration
Als direkte Reaktion auf die erhöhten Antragszahlen führten der damalige Bundeskanzler Karl Nehammer und Innenminister Gerhard Karner Gespräche mit den Partnerbehörden in Serbien und konnten eine Änderung der Visumpolitik in Serbien erreichen - Personen aus Indien, Pakistan und Tunesien wurden keine Arbeitsvisa mehr ausgestellt. Zusätzlich gingen die Polizistinnen und Polizisten der im Dezember 2022 gegründeten Operation Fox zielgerichtet gegen illegale Migration und die Schleppermafia vor.
Der auf EU-Ebene beschlossene Asylpakt ist ebenfalls ein großer Meilenstein, der in Zukunft die Bearbeitung von Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas möglich machen und damit das Geschäftsmodell von Schleppergruppen zerstören wird. Mit dem neuen EU-Asyl- und Migrationspakt sollen außerdem Asylanträge bereits an der Schengen-Außengrenze - in Österreich ist das der Flughafen Wien - rasch geprüft werden, um unzulässige Anträge schnell abzuschließen und Außerlandesbringungen unmittelbar einzuleiten.
Artikel Nr: 29991 vom Sonntag, 8. Februar 2026, 09:13 Uhr
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