01/13/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/13/2026 05:11
Die umfassende Invasion der Ukraine geht im Februar 2026 in ihr fünftes Jahr, und die Gesundheitseinrichtungen in den Regionen Tschernihiw, Cherson, Odessa, Mykolaiw und Sumy stehen weiterhin unter extremem Druck.
Im vergangenen Dezember lieferte das WHO-Länderbüro in der Ukraine mit finanzieller Unterstützung der Generaldirektion Erweiterung und östliche Nachbarschaft der Europäischen Union unentbehrliche medizinische Geräte an Krankenhäuser in diesen Grenzregionen - Geräte, die jeden Tag helfen, Leben zu retten und die Kontinuität der Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.
Ohne diese Ausrüstung im Wert von 800 000 US-$ wäre eine sichere und rechtzeitige Behandlung von Traumapatienten unmöglich.
Zur Stärkung der Kapazitäten lieferte die WHO konkret fünf elektrochirurgische Geräte an wichtige Krankenhäuser in den Regionen Cherson, Odessa und Sumy, fünf Anästhesiestationen mit Patientenmonitoren und integrierten Infusions- und Spritzenpumpen an Einrichtungen in den Regionen Tschernihiw und Sumy sowie 20 Intensivbetten an ein Krankenhaus in der Region Mykolaiw.
"Diese Geräte sind für Krankenhäuser entlang der Frontlinie lebenswichtig: Sie verbessern die Patientensicherheit und erhöhen die Qualität der Gesundheitsversorgung. Dank der Europäischen Union können wir weiterhin die Menschen in den Grenzgebieten unterstützen. Es ist sehr wichtig für uns, in der Nähe derjenigen zu bleiben, die Hilfe brauchen", sagte Dr. Jarno Habicht, Repräsentant der WHO in der Ukraine.
Eine Anästhesiestation ist ein komplexes medizinisches Gerät zur Verabreichung von Allgemeinanästhesie und zur Überwachung der Vitalfunktionen von Patienten während chirurgischer und anderer medizinischer Eingriffe. Es ermöglicht die Versorgung mit Sauerstoff und Anästhetika, die Beatmung und die kontinuierliche Überwachung von Vitalparametern wie Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Atmung.
Integrierte Infusions- und Spritzenpumpen ermöglichen eine präzise Dosierung von Medikamenten, was während der Anästhesie und zur Stabilisierung lebensbedrohlich erkrankter Patienten entscheidend ist.
Elektrochirurgiegeräte ermöglichen hochpräzise chirurgische Eingriffe, minimieren den Blutverlust, verringern Komplikationsrisiken und tragen zur schnelleren Genesung der Patienten bei.
Intensivpflegebetten sind für die kontinuierliche Überwachung und Lebenserhaltung lebensbedrohlich erkrankter Patienten ausgelegt und gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit.
Die gelieferte Ausrüstung stärkt die Notfallversorgung und die chirurgische Versorgung in mehreren Regionen entlang der Frontlinie.
In der Region Sumy zeigt sich anschaulich, wie dringend diese Unterstützung benötigt wird: Sie steht weiter regelmäßig unter Beschuss, und in den örtlichen Krankenhäusern werden Patienten behandelt, die dringend einen chirurgischen Eingriff benötigen. Eines dieser Krankenhäuser verfügt über 17 Operationssäle und plant, seine Notfallchirurgie mit zwei neuen Anästhesiestationen auszustatten.
Andere Regionen haben ähnliche Bedürfnisse.
In der Region Tschernihiw stärkt eine neue Anästhesiestation die Kapazitäten für eine sichere chirurgische Versorgung der Menschen, die nahe der Frontlinie leben.
In der Region Mykolaiw werden Intensivbetten für postoperative Patienten, Personen mit Schlaganfällen und komplexen neurologischen Erkrankungen sowie andere schwerkranke Patienten, darunter auch Binnenflüchtlinge, bereitgestellt.
In den Regionen Odessa und Cherson sollen neue elektrochirurgische Geräte die chirurgische Versorgung verbessern und die Patientensicherheit in einem breiten Spektrum medizinischer Fachgebiete erhöhen.
"Ohne diese Ausrüstung wäre es unmöglich, Patienten zu versorgen, die einen dringenden chirurgischen Eingriff benötigen. Wir nehmen derzeit sehr viele Patienten auf und brauchen deshalb solche lebensrettenden Geräte", erklärte Hennadiy Stukalo, Leiter der Anästhesieabteilung eines Krankenhauses in der Region Tschernihiw.
Insgesamt erhöht die medizinische Ausrüstung die Sicherheit und Effizienz lebensrettender Gesundheitsleistungen in Kriegsgebieten erheblich und stärkt langfristig die Widerstandsfähigkeit des Gesundheitssystems. Sie ermöglicht es den Krankenhäusern, die chirurgischen Kapazitäten aufrechtzuerhalten, postoperative Komplikationen zu verringern und vor allem mehr Menschenleben zu retten.