07/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/08/2026 07:55
Dr. Franziska Ingendahl hat in ihrer Dissertation mit dem Titel "On Reactivity to Immediate Judgments of Learning" die sogenannte Reaktivität von Immediate Judgments of Learning (JOLs) untersucht. Darunter versteht man das Phänomen, dass Vorhersagen über die eigene spätere Gedächtnisleistung diese Erinnerungsleistung selbst verändern können. "Mit ihrer Dissertation leistet Dr. Franziska Ingendahl einen wertvollen Beitrag zur Metakognitionsforschung. Ihre Arbeiten verbinden theoretische Innovation, methodische Exzellenz und wissenschaftliche Transparenz auf beeindruckende Weise. Damit ist sie eine hochverdiente Trägerin des Heinz-Heckhausen-Preises 2026", fasst DGPs-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier die Entscheidung der Jury und des Vorstands zusammen. Dr. Franziska Ingendahl ist aktuell als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Angewandte Kognitionspsychologie an der Technischen Universität Darmstadt tätig, wo sie ihre Forschung zu Metakognition und insbesondere zur Reaktivität von Urteilen über das eigene Gedächtnis auf Gedächtnisleistung und Lernverhalten vertieft.
Dr. Fiona Kazarovytska hat sich in ihrer Dissertation mit dem Titel "Identity Protection and Collective (Non-) Remembrance" damit beschäftigt, welche Rolle kollektive Erinnerungen bei der Aushandlung sozialer Identitäten spielen. Historische Darstellungen sind ein zentraler Bestandteil gegenwärtiger politischer Konflikte in vielen Regionen der Welt. "Mit ihrer Dissertation verbindet Fiona Kazarovytska theoretische Innovation, methodische Exzellenz und gesellschaftliche Relevanz auf beeindruckende Weise. Ihre Arbeiten geben wichtige Impulse für die psychologische Forschung und bereichern zugleich die öffentliche Debatte über kollektive Erinnerung und soziale Identitäten", fasst DGPs-Präsidentin Eva-Lotta Brakemeier die Entscheidung der Jury und des Vorstands zusammen. Dr. Fiona Kazarovytska ist Postdoktorandin in der Abteilung für Sozial- und Rechtspsychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Heinz-Heckhausen-Preis für Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler
Mit dem Heinz-Heckhausen-Jungwissenschaftlerpreis wird eine herausragende Dissertation im Hauptfach Psychologie prämiert. Der Preis ist mit 1000,- Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen des DGPs-Kongresses am 7. September 2026 in Luxemburg statt.