In den ukrainischen Regionen entlang der Frontlinie haben 24 Krankenhäuser dank der Bemühungen des WHO-Länderbüros und mit finanzieller Unterstützung der Asien-Europa-Stiftung (ASEF) und der japanischen Regierung Warmwasserbereiter, Wasserspeicher und Geräte für einen sicheren Umgang mit gefährlichen medizinischen Abfällen erhalten.
Diese Einrichtungen, die zusammen jährlich etwa 500 000 Patienten versorgen, stehen weiterhin vor der Herausforderung, trotz des anhaltenden Krieges und der häufigen Unterbrechungen in der Strom- und Wasserversorgung eine ununterbrochene und sichere medizinische Versorgung zu gewährleisten.
Die Geräte dienen der Stärkung der Widerstandsfähigkeit, indem sie die Einhaltung von Hygiene- und Sanitärstandards gewährleisten, die Infektionsprävention und -bekämpfung unterstützen und den Betrieb von Gesundheitseinrichtungen auch bei längeren Ausfällen ermöglichen.
Krankenhäuser, die nicht aufhören dürfen
In diesem Winter hat die durch Angriffe auf kritische Infrastruktur verursachte Energiekrise in der Ukraine den ununterbrochenen Betrieb der Gesundheitseinrichtungen stark beeinträchtigt. Infolgedessen war diese Lieferung für viele Krankenhäuser von entscheidender Bedeutung.
"Zwischenzeitlich war das Krankenhaus mehr als zwei Tage ohne Strom und zentrale Wasserversorgung. Auch wenn wir als kritische Infrastruktureinrichtung gelten, sind wir nicht vor Ausfällen geschützt. Deshalb sind Wasserspeicher und Warmwasserbereiter für uns so wichtig", sagt Nataliia Vizer, Ärztliche Direktorin eines Krankenhauses in Zhovti Vody in der Region Dnipro.
Täglich versorgt das Krankenhaus mit seinen 395 Mitarbeitern - Ärzte, Pflegekräfte, Nachwuchskräfte und Verwaltungspersonal - rund 150 stationäre und knapp 800 ambulante Patienten.
Unter solchen Bedingungen ist Wasser keine Frage des Komforts, sondern die Grundlage für eine sichere, lebensrettende hochwertige Gesundheitsversorgung.
Besonders wichtig für Entbindungsstationen
Eine zuverlässige Wasserversorgung ist vor allem für die Entbindungsstation wichtig, auf der jedes Jahr mehr als 250 Geburten stattfinden. Der ununterbrochene Zugang zu heißem Wasser ist für die Aufrechterhaltung von Hygiene und Sicherheit für Mütter und Neugeborene unerlässlich, vor allem unter Kriegsbedingungen.
"Dank der Wasserreserven und Warmwasserbereiter sind wir in der Lage, die Infektionsbekämpfung aufrechtzuerhalten, den Betrieb der Kinderküche sicherzustellen und die Einrichtungen auch bei längeren Ausfällen sauber zu halten", erklärt Tetiana, Oberschwester in der Pädiatrie des Krankenhauses in Zhovti Vody.
Die gelieferte Ausrüstung verbessert auch die Bereitschaft des Krankenhauses für Notlagen erheblich.
"Das ermöglicht es uns, die Kontinuität kritischer Prozesse aufrechtzuerhalten und den sicheren Betrieb des Krankenhauses zu gewährleisten, wenn Versorgungssysteme ausfallen", fügt Serhii Lobodenko, der stellvertretende Leiter des Krankenhauses, hinzu.
Eine Frage von Leben und Tod
In den Grenzregionen der Ukraine geht es beim Zugang zu Wasser, Hygiene und sicherer Abfallentsorgung nicht nur um die Einhaltung von Normen, sondern um Leben und Tod.
Deshalb stellt das WHO-Länderbüro in der Ukraine mit finanzieller Unterstützung durch die ASEF und die japanische Regierung den Krankenhäusern auch weiterhin die für den Zugang zu unentbehrlichen Gesundheitsleistungen erforderlichen Hilfsgüter, Geräte und Schulungen zur Verfügung.
"Diese Unterstützung spiegelt unser Engagement für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit unentbehrlicher staatlicher Leistungen in Krisenzeiten wider. Ein sicherer Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygieneprodukten ist von grundlegender Bedeutung für die Gesundheitssicherheit und den ununterbrochenen Betrieb von Krankenhäusern, insbesondere in Regionen entlang der Frontlinie. Wir freuen uns, das WHO-Länderbüro in der Ukraine dabei unterstützen zu können, unter extrem schwierigen Bedingungen weiterhin den sicheren Betrieb von Gesundheitseinrichtungen zum Schutz von Patienten und Personal zu gewährleisten", sagte die ASEF-Exekutivdirektorin, Botschafterin Beata Stoczyńska.