Bundesland Hessen

03/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/04/2026 06:28

Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

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04.03.2026

Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Pressemitteilung

Mobilfunk

Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, o2 Telefónica, Vodafone, und 1&1 in Wiesbaden den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt.

Ziel ist es, bis 2030 mit 99,5 Prozent Abdeckung eine nahezu flächendeckende Mobilfunkversorgung über alle Netze in Hessen zu erreichen - für verlässlichen Empfang im Alltag und für starke Wirtschaftsstandorte. "Unsere Digitalstrategie von 2021 hat eine klare Vision formuliert: flächendeckende Netze als Grundlage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gleichwertige Lebensverhältnisse. Mit dem Masterplan Mobilfunk 2030 setzen wir diese Vision nun final um. Der Masterplan ist weit mehr als ein Ausbauprogramm. Er bündelt alle rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Hebel zu einer integrierten Ausbauoffensive für ein flächendeckend vernetztes Hessen. Für mehr Masten, mehr Tempo und mehr Empfang", so Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Drei zentrale Bausteine

Der Masterplan umfasst drei zentrale Bausteine: Erstens wird der marktwirtschaftliche Ausbau durch eine dritte Mobilfunkvereinbarung zwischen Landesregierung und Netzbetreibern gestärkt. Bis Ende 2029 sollen rund 4.000 zusätzliche Standorte neu entstehen oder modernisiert werden. Damit knüpft das Land an die beiden bisherigen Vereinbarungen an, in deren Rahmen bereits knapp 11.000 Standortmaßnahmen - also Neubauten und Modernisierungen - umgesetzt wurden. Ein erstmals abgestimmtes Vorgehen von Mobilfunk- und Stromnetzbetreibern sorgt zudem für eine schnellere Stromanbindung neuer Masten.

Zweitens wurde der Ausbau - vor allem für den ländlichen Raum relevant - als "überragendes öffentliches Interesse" eingestuft, was Verfahren weiter beschleunigt und maßgebend auf eine Bundesratsinitiative des Hessischen Digitalministeriums zurückging. Zudem wird der bestehende Rechtsrahmen konsequent genutzt, um den Ausbau zu beschleunigen - insbesondere entlang von Verkehrswegen. So wurde die Hessische Bauordnung mehrfach angepasst. Kern der jüngsten Reform ist eine Genehmigungsfiktion, mit der Mobilfunkmasten nach drei Monaten automatisch als genehmigt gelten können.

Drittens sollen schwer erschließbare Restgebiete künftig über Satellitentechnologie versorgt werden. Schon heute ermöglichen moderne Smartphones Notfallnachrichten via Satellit. Perspektivisch werden auch Telefonie und weitere Anwendungen direkt über Satellitennetze möglich sein - ganz ohne Mast vor Ort. Mit dem 6G-Testfeld am Bertramshof in Frankfurt wird Hessen zudem zum Zukunftslabor der nächsten Mobilfunkgeneration. Das stärkt den Technologiestandort Hessen und leistet einen Beitrag zur digitalen Resilienz Europas. "2021 haben wir auch in unserer Digitalstrategie formuliert, dass Hessen beim 6G-Start eine Pole Position einnehmen soll. Wir haben Wort gehalten. Mit dem Masterplan Mobilfunk 2030 sorgen wir dafür, dass ganz Hessen vernetzt ist - heute, morgen und in der nächsten Technologiegeneration. Das ist moderne Daseinsvorsorge und unser Weg in die digitale Zukunft", ergänzte Sinemus.

Weitere Statements

Prof. Dr. Martin Kumm, Co-Founder Open Radio Systems GmbH, Leiter Studiengang Angewandte Informatik, Hochschule Fulda: "Mit dem 6G-Testfeld am Bertramshof entsteht in Frankfurt eine zukunftsweisende Mobilfunk-Installation der besonderen Art. Auf Basis offener Software bietet das Testfeld ein produktives, privates 5G-Netz, das bereits heute technologisch offen für den kommenden 6G-Standard ist. Dank europäischer Hardware und Kernkomponenten ,Made in Hessen' sichert das Projekt unsere digitale Souveränität und bringt die technologische Unabhängigkeit im Mobilfunk zurück. Dank einer leistungsfähigen Architektur ermöglicht die Installation zudem den breiten Einsatz moderner KI-Methoden - etwa zur Automatisierung komplexer Prozesse oder zur proaktiven Angriffserkennung."

Marcus Isermann, Politische Interessenvertretung Regulierung und Bundesländer, Deutsche Telekom AG: "Die Deutsche Telekom begrüßt die heutige Neuauflage des Mobilfunkpakts in Hessen: Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um die Mobilfunkversorgung im Land spürbar zu verbessern. Hessen geht immer wieder voran und schafft Lösungen, zum Beispiel durch Initiative für eine innovative Kooperation mit den Stromversorgern. Nur im engen Schulterschluss mit allen Beteiligten erreichen wir unser Telekom-Ziel, bis 2030 rund 99,5 Prozent der Fläche Deutschlands mit Mobilfunk auszubauen. Die Telekom baut im Mobilfunk jedes Jahr mehr als jeder andere Anbieter und trägt maßgeblich dazu bei, die vom Ministerium gesetzten Ziele für Hessen zu erreichen."

Philippe Gröschel, Director Government Relations von o2 Telefónica: "Hessen zeigt, was möglich ist. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Land können wir den Mobilfunkausbau spürbar beschleunigen und die Versorgung gezielt verbessern. Der neue Mobilfunkpakt setzt den richtigen Rahmen. Wer die Versorgung weiter verbessern möchte, muss Verfahren weiter beschleunigen - denn Mobilfunkausbau gehört zum überragenden öffentlichen Interesse. o2 Telefónica investiert weiter, damit die Mobilfunkversorgung in Hessen spürbar und flächig besser wird."

Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsleitung, Director Public Policy & External Affairs, Vodafone GmbH: "In den kommenden Jahren machen wir den Mobilfunk in Hessen noch besser. Damit das Land seine Spitzenposition in der digitalen Welt weiter ausbaut, leistet Vodafone seinen Beitrag und investiert mit mindestens 700 zusätzlichen Maßnahmen in eine leistungsstarke digitale Infrastruktur. Durch ergänzende Satellitenkommunikation schließen wir Versorgungslücken auch dort, wo klassische Infrastrukturen an ihre Grenzen stoßen. Für flächendeckenden Mobilfunk, weniger Funklöcher und mehr Gigabit für alle."

Michael Martin, CEO der 1&1 Mobilfunk GmbH: "1&1 baut das modernste 5G-Netz Europas. Bereits zwei Jahre nach dem Start der mobilen Dienste versorgen wir mehr als ein Viertel der deutschen Haushalte mit der innovativen Open-RAN-Technologie - cloud-nativ, herstellerunabhängig und bereit für Echtzeitanwendungen. Auch in Hessen wächst das 1&1 O-RAN kontinuierlich weiter. Der ,Masterplan Mobilfunk 2030' gibt uns dafür zusätzlichen Rückenwind. Wir freuen uns, zu einer zeitgemäßen Mobilfunkversorgung und zur digitalen Stärke des Standortes Hessen beizutragen."

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