Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

06/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/28/2026 12:37

Porsche-Kundenteam Lionspeed GP gewinnt die 24 Stunden von Spa

Porsche-Kundenteam Lionspeed GP gewinnt die 24 Stunden von Spa

28.06.2026

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG war mit 15 Rennwagen der am stärksten vertretene Hersteller bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Der Ardennen-Klassiker zählt als vierter Lauf zum Endurance Cup der GT World Challenge Europe und zur Intercontinental GT Challenge. Bei dem größten GT3-Wettbewerb der Welt erreichten die Kundenteams von Porsche Motorsport den Gesamtsieg sowie Topplatzierungen in den einzelnen Klassen.

  • DTM-Fahrertrio fährt vom Ende des Starterfelds zum Sieg
  • Porsche feiert neunten Erfolg bei belgischem Langstreckenklassiker
  • Drei 911 GT3 R fahren im Ardennen-Rennen in die Top 10

Die Sieger des 24-Stunden-Rennens in Spa-Francorchamps heißen Thomas Preining, Ricardo Feller und Bastian Buus. Die drei 911 GT3 R-Fahrer aus der DTM hatten den Langstreckenklassiker auf dem belgischen Grand-Prix-Kurs nach einem außerplanmäßigen Motorenwechsel als Vorletzte aus der Boxengasse aufnehmen müssen. Dank ihrer Aufholjagd arbeitete sich der Porsche des Teams Lionspeed GP mit der Startnummer 80 sukzessive nach vorne. Am Sonntagmorgen gegen 8:30 Uhr, nach zwei Dritteln der Renndistanz, übernahm Thomas Preining erstmals die Spitze. In den letzten fünf Stunden gab das Trio aus Österreich, Dänemark und der Schweiz die Führung lediglich nach Boxenstopps kurz aus der Hand. Nach 541 Runden auf dem 7,004 Kilometer langen Formel-1-Kurs überquerten sie die Ziellinie mit 12,3 Sekunden Vorsprung.

75 Jahre Porsche Motorsport: Im Jubiläumsjahr 2026 konnte sich Porsche zum neunten Mal in die Siegerliste des seit 1924 ausgetragenen Rennens eingetragen. Der letzte Erfolg bei dem Langstreckenklassiker in den Ardennen war der Sportwagenschmiede 2020 gelungen. Damals gewannen der Brite Nick Tandy, Earl Bamber aus Neuseeland und der Belgier Laurens Vanthoor mit einem 911 GT3 R des Teams Rowe Racing.

Rang vier sicherte sich in diesem Jahr das Kundenteam Schumacher CLRT. Die Startnummer 22 der beiden Werksfahrer Ayhancan Güven aus der Türkei und Matt Campbell aus Australien sowie des Franzosen Frédéric Makowiecki zählte am Sonntagmorgen ebenfalls zu den Favoriten auf den Sieg. Ein Kontakt mit dem Nummer-2-Porsche von Boutsen VDS im Kampf um die dritte Position brachte dem Trio eine Fünf-Sekunden-Strafe ein und beendete die Hoffnung auf ein Podestergebnis. Der 911 GT3 R des Niederländers Morris Schuring, des Franzosen Dorian Boccolacci und des Belgiers Alessio Picariello erreichte das Ziel auf Platz acht. Damit haben drei Rennwagen des Stuttgarter Sportwagenbauers das Langstreckenrennen in den Top 10 beendet.

Das 24-Stunden-Rennen hatte am Samstag um 16:30 Uhr bei hochsommerlichen Bedingungen begonnen. Die Lufttemperatur betrug 38 Grad Celsius, der Asphalt erreichte rund 58 Grad. Den Wettkampf der 69 GT3-Fahrzeuge verfolgten insgesamt 132.000 Zuschauer.

"Dieses Ergebnis ist ein wichtiges Signal für den Porsche-Kundensport", erläutert Michael Dreiser, Leiter Vertrieb Porsche Motorsport. "Wir hatten hier 15 Rennwagen am Start. Drei Fahrzeuge in die Top Ten zu bringen, ist eine starke Vorstellung und der Sieg natürlich eine Traumstory für Lionspeed GP. Hinzu kommt das gute Abschneiden weiterer Kundenteams mit Podestplätzen in den Kategorien Bronze, Pro-Am und Gold - alles in allem ein erfolgreiches Wochenende für Porsche."

"Zusammen mit Lionspeed GP und den drei Porsche-DTM-Fahrern die 24 Stunden von Spa-Francorchamps auf diese Art und Weise zu gewinnen, ist ein großartiges Ergebnis", betont Max Müller, GT-Rennbetreuung bei Porsche Motorsport. "Das gesamte Team hat einen mega Job gemacht. Es ist von ganz hinten gestartet und mit Ausnahme einer kleinen Strafe fehlerfrei geblieben. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Wir konnten mit unseren 911 GT3 R speziell in der Nacht viel Zeit aufholen, als uns das kühlere Wetter entgegenkam. Bei den heißen Temperaturen am Samstagnachmittag war es für uns schwieriger. 2020 hatte letztmals ein Porsche dieses 24-Stunden-Rennen gewonnen. Darum fühlt sich der Sieg umso besser an."

Informationen und Links zu den 24 Stunden von Spa-Francorchamps
Die Starter in der Übersicht:
Die Nennliste
Alle Ergebnisse: Intercontinental GT Challenge
Die Geschichte des Rennens: Von Siegern und Legenden
Neuer Kundensportrenner aus Weissach: Der Porsche 911 GT4 R

Fahrerstimmen nach dem Rennen
Ricardo Feller (Porsche 911 GT3 R #80):
"Ich bin sehr erleichtert und unheimlich stolz auf die gesamte Truppe - sie hat sich den Sieg verdient. Dass wir aus der Boxengasse starten mussten, war natürlich ein Rückschlag. Aber wir haben trotzdem an unsere Chance geglaubt. Genau das macht ein starkes Team aus. Wir durften eine tolle Geschichte schreiben. In unserem Sport erlebst du mehr Niederlagen als Siege, darum werden wir diesen Erfolg richtig feiern."

Ayhancan Güven (Porsche 911 GT3 R #22): "Wir haben alles gegeben und sind einem Podestresultat ganz nah gekommen. Insgesamt lief das Rennen nicht so gut für uns. Wir hatten Fremdkontakte, bei dem unser Porsche Schäden davongetragen hat, und kassierten auch ein paar Strafen. Das brachte uns etwas ins Hintertreffen. Auch wenn es uns nicht vergönnt war, hat dennoch ein 911 gewonnen - damit bin ich zufrieden."

Alessio Picariello (Porsche 911 GT3 R #2): "Das oberste Ziel bei einem 24-Stunden-Rennen ist es, am Ende ein möglichst unversehrtes Auto zu haben. Genau das ist uns nicht gelungen. Platz acht enttäuscht mich etwas, auch wenn ich es sehr genossen habe, in jedem meiner Stints Vollgas geben zu können und das Rennen insgesamt sehr unterhaltsam war. Immerhin bin ich als bestplatzierter Belgier ins Ziel gekommen - das ist für mich ein Bonus."


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