05/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/08/2026 05:42
08.05.2026 Pressemitteilung
Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte in Zivilschutzlagen war der Schwerpunkt des 12. Symposiums Hilfe für Helferinnen und Helfer, das gemeinsam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) und dem Deutschen Feuerwehrverband (kurz: DFV) organisiert wurde. An der Tagung am 7. Mai in Fulda nahmen auch Gäste aus der Ukraine teil, die ihre Erfahrungen mit Psychosozialer Notfallversorgung unter den Bedingungen des Kriegs einbrachten.
Mit der diesjährigen Tagung wurde der thematische Schwerpunkt der vergangenen Veranstaltungen fortgeführt und Besonderheiten der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte in Zivilschutzlagen in den Blick genommen.
Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: "Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich im Zivilschutzfall?" und "Welche Erfahrungen können aus Großschadenslagen übernommen werden?"
Während der Diskussionen und Vorträge kristallisierten sich folgende zentrale Erkenntnisse heraus: Charakteristische Herausforderungen für Zivilschutzlagen sind deren unbestimmte Dauer und die Gleichzeitigkeit vieler Ereignisse.
Außerdem sind Sabotage, Desinformation und Terrorangriffe darauf angelegt, die Hilfeleistungssysteme der betroffenen Staaten zu überfordern.
Dennoch bewerteten die Fachleute die vorhandene Expertise in der Psychosozialen Notfallversorgung in Deutschland als gutes Fundament für die Vorbereitung auf die spezifischen Herausforderungen im Zivilschutzfall.
Die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte hat für das BBK einen hohen Stellenwert. Einsatzkräfte sind das Herzstück unserer Gefahrenabwehr und verdienen bestmögliche Unterstützung. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband setzen wir uns nachhaltig für die Weiterentwicklung der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte ein. So stärken wir gemeinsam die Resilienz unserer Einsatzkräfte.
BBK-Präsidentin Grit Tüngler
Es gibt Einsatzlagen, die ganz besondere psychische Belastungen hervorrufen: Etwa, wenn eigene Kräfte bei einem Atemschutznotfall vermisst sind. Das können wir uns alle vorstellen. Unvorstellbar für uns ist, was es im Krieg Russlands gegen die Ukraine leider allzu oft vorkommt: Einsatzkräfte werden durch einen zeitverzögerten Zweitschlag gezielt angegriffen. Ich bin dankbar, dass wir Einblicke erhalten, wie diese unmenschlichen Belastungen verarbeitet werden können.
DFV-Präsident Karl-Heinz Banse
Gäste aus der Ukraine berichteten über ihre Erfahrungen in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte im russischen Angriffskrieg - sowohl aus nicht-staatlicher Perspektive als auch aus Sicht einer Delegation des State of Emergency-Service der Ukraine.
Der deutsche Berufsfeuerwehrmann und ehrenamtliche Helfer in der Ukraine Nils Thal referierte über Anpassungen bei Feuerwehr und Rettungsdienst in der Ukraine als Reaktion auf die russische Kriegsführung. Dabei bezog er auch die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk sowie den Russland-Experten Andrey Gurkov per Videokonferenz in seinen Vortrag ein.
Weitere Vorträge des Symposiums beleuchteten Einsatzerfahrungen aus Deutschland und die besonderen Anforderungen im Einsatz oder die Relevanz der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte für das Funktionieren der gesamten Gefahrenabwehr und das Aufrechterhalten staatlicher Strukturen in Krisenlagen.
Der Blick auf herausfordernde Einsatzerfahrungen als Bildungs- und Weiterentwicklungschance war ein weiteres Thema.
Seit 2014 organisieren das BBK und der DFV gemeinsam das Symposium Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren.
Neben der Kooperation mit dem DFV engagiert sich das BBK in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte auch mit dem Fachzentrum Resilienz und Traumaprävention. Die fachliche Leitung des Zentrums gab beim Symposium einen Überblick zu den neuesten Entwicklungen.
Mensch und Gesellschaft
Das Fachzentrum Resilienz und Traumaprävention (kurz: FRT), unterstützt die Weiterentwicklung der Psychosozialen Notfallversorgung (kurz: PSNV) in Deutschland, mit Schwerpunkt auf der PSNV für Einsatzkräfte (kurz: PSNV-E).
Beitrag
In der Gesellschaft sind freiwillige Dienste am Nächsten als ehrenamtliche Tätigkeiten heute und in der Zukunft nicht mehr wegzudenken.
25.02.2026 Meldung
Das Fachzentrum Resilienz und Traumaprävention startet seine erste Maßnahme: Seit dem 25. Februar 2026 können sich Einsatz- und Führungskräfte aller Einsatzorganisationen sowie Fachkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (kurz: PSNV-E) an die traumazentrierte Fachberatung während der Sprechstunde wenden.
06.11.2025 Pressemitteilung
Vor 15 Jahren wurden unter Moderation des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) erstmals bundesweit geltende Qualitätsstandards in der Psychosozialen Notfallversorgung (kurz: PSNV) verabschiedet. Dieses Jubiläum steht im Mittelpunkt des 13. Symposiums Qualitätssicherung in der PSNV, das am 4. und 5. November 2025 in Hamburg stattfand.
16.05.2025 Pressemitteilung
Ob schwere Unfälle, Brände, Katastrophen oder Todesfälle: Einsatzkräfte sind regelmäßig mit potenziell belastenden Ereignissen konfrontiert. Auf dem diesjährigen Symposium "Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren" am 15. Mai 2025 standen die Herausforderungen der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (kurz: PSNV-E) anlässlich von Anschlägen im Fokus der Veranstaltung.
04.05.2026 Pressemitteilung
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am Donnerstag, 30. April 2026, in Bonn 20 Spezialfahrzeuge für den Zivilschutz an Einsatzkräfte übergeben. Darunter zehn CBRN-Erkundungswagen und die ersten zehn von insgesamt 61 Mannschaftstransportwagen Führung Dekontamination Verletzter. Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) entwickelten und beschafften Fahrzeuge wurden von ehren- und hauptamtlichen Kräften aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz entgegengenommen.
28.04.2026 Pressemitteilung
Sonderpreis der Helfenden Hand 2026 für die Einbindung Ehrenamtlicher nach dem Berufsleben. Das Ausscheiden aus dem Beruf bedeutet für viele nicht nur den Start in einen langersehnten ruhigeren Lebensabschnitt. Es eröffnet auch Freiraum für ehrenamtliches Engagement. Der Bevölkerungsschutz bietet dafür interessante und für die Allgemeinheit hoch relevante Möglichkeiten.
24.04.2026 Pressemitteilung
Nach dem insgesamt fünften Bundesweiten Warntag sind die Warnkanäle und der Warnmix in Deutschland heute sehr vielen Menschen bekannt. Das ist ein Ergebnis einer Online-Umfrage, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) zum Bundesweiten Warntag 2025 durchgeführt hat. Die Daten sind jetzt ausgewertet, insgesamt wurden für die Erhebung 117.073 Online-Umfragebögen erfasst.