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07/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/02/2026 02:03

Dialogmarketing-Monitor 2026: Künstliche Intelligenz verändert den Werbemarkt

Dialogmarketing-Monitor 2026: Künstliche Intelligenz verändert den Werbemarkt

02.07.2026, 10:00 MESZ

Laut Dialogmarketing-Monitor 2026 der Deutschen Post erreichen die Netto-Werbeinvestitionen 2025 mit 45,3 Milliarden Euro ihren höchsten Stand im gesamten Betrachtungszeitraum.

Cover des Dialogmarketing Monitor 2026
  • Künstliche Intelligenz (KI) ist im Marketing angekommen: 68 Prozent der Unternehmen nutzen sie bereits für postalische Werbesendungen oder planen den Einsatz - häufigster Einsatzbereich ist dabei die Texterstellung
  • Der Netto-Werbemarkt in Deutschland wächst 2025 um 2,7 Prozent auf 45,3 Milliarden Euro Netto-Werbespendings - höchster Wert seit Start des Dialogmarketing-Monitor vor 38 Jahren
  • Online-Marketing liegt mit 19,9 Milliarden Euro auf Platz 1, Platz 2 und 3 entfallen auf Anzeigen und TV-Werbung. Postalische Werbung behauptet sich mit 5,8 Milliarden Euro stabil auf Platz 4
  • Print-Mailings mit Multiplikatoreffekt: 87 Prozent der Empfänger schauen adressierte Mailings an, 66 Prozent geben sie an weitere Haushaltsmitglieder weiter

Bonn - Der deutsche Werbemarkt wächst. Laut Dialogmarketing-Monitor 2026 der Deutschen Post erreichen die Netto-Werbeinvestitionen 2025 mit 45,3 Milliarden Euro ihren höchsten Stand im gesamten Betrachtungszeitraum. Dabei verschieben sich die Gewichte weiter: Dialogmedien, also Werbemedien, die eine Interaktion bzw. Reaktion der Endkunden ermöglichen, wachsen dynamisch, Klassikmedien verlieren Boden. Und die Schere klafft weiter auseinander: Während Dialogmedien um 1,4 Milliarden Euro auf 26,6 Milliarden Euro zulegen, sinken die Ausgaben für klassische Medien um 0,3 Milliarden Euro auf 18,6 Milliarden Euro. Der Budgetanteil der Dialogmedien klettert auf 59 Prozent gegenüber 41 Prozent für Klassikmedien. Ein wichtiger Bestandteil im Dialogmarketing bleiben papiergebundene Werbesendungen, vor allem in der Ansprache von Bestandskunden. Hinzu kommt ein neuer Faktor, der den Werbemarkt nachhaltig prägt: KI.

KI kommt - aber das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft

KI verändert die Art, wie Unternehmen Werbung konzipieren und produzieren. Das zeigt sich am Beispiel postalischer Werbung. 68 Prozent der befragten Unternehmen geben an, KI bereits zu nutzen (44 Prozent) oder deren Einsatz zu planen (24 Prozent). Dabei nutzen 81 Prozent derjenigen, die KI bereits für postalische Werbung einsetzen, diese für die Texterstellung. Hier sehen die Unternehmen nicht nur den größten Mehrwert (63 Prozent), sondern auch die höchste Kostenersparnis.

Knapp ein Drittel (32 Prozent) derjenigen, die KI einsetzen, nutzen sie für Ideenfindung und Konzeption von Print-Mailing-Kampagnen. 20 Prozent sehen auch hier vor allem die Kostenersparnis. Für den Werbemarkt insgesamt stellt KI damit einen der bedeutendsten Wachstums- und Differenzierungsfaktoren der kommenden Jahre dar.

"Künstliche Intelligenz entwickelt sich zur treibenden Kraft im Werbemarkt. Ihre Wirkung reicht von der Content-Erstellung bis zur KI-basierten, automatisierten Ausspielung und Optimierung ganzer Kampagnen", sagt Torsten Grüske, Vice President Dialogmarketing bei der Deutschen Post.

Kritischer sehen das Thema die Verbraucherinnen und Verbraucher. Das hat die Konsumentenbefragung von 1.500 Privatpersonen im Rahmen des Dialogmarketing-Monitor ergeben. Zwar sind mehr als ein Drittel KI in Werbetexten oder Werbebildern gegenüber grundsätzlich positiv oder eher positiv eingestellt. Aber 82 Prozent erwarten eine klare Kennzeichnung und 65 Prozent finden mit KI generierte Inhalte weniger vertrauenswürdig.

Dialogmedien gewinnen dank breiter Nutzerbasis bei Unternehmen

Die Wachstumsdynamik der Dialogmedien speist sich 2025 aus zwei Quellen: höhere Ausgaben je Unternehmen (+300 Euro auf durchschnittlich 9.300 Euro) und eine wachsende Nutzerbasis. 92 Prozent der Unternehmen setzen auf Dialogmedien, 44 Prozent haben ihre entsprechenden Budgets erhöht. Bei klassischen Medien erhöhten dagegen nur 18 Prozent ihre Ausgaben. Haupttreiber des Dialogmedien-Wachstums ist das Online-Marketing, das um 1,4 Milliarden Euro auf 19,9 Milliarden Euro steigt. Werbesendungen (Print-Mailings) stabilisieren sich auf 5,8 Milliarden Euro und behaupten ihren festen Platz im Mediamix. Unter den Klassikmedien setzen Fernsehwerbung (minus 0,2 Milliarden Euro) und Anzeigenwerbung (minus 0,3 Milliarden Euro) ihren Rückgang fort - ein Trend, der sich strukturell verfestigt.

"Der Dialogmarketing-Monitor 2026 zeigt: Der Werbemarkt befindet sich in einem strukturellen Wandel. Dialogmedien gewinnen an strategischer Bedeutung. KI beschleunigt den Prozess, weil sie Produktion und Personalisierung effizienter macht. Postalische Werbung ist dabei vor allem in der Bestandskundenansprache ein starker Anker: Sie bietet die haptische Wirkung, die in der digitalen Überflutung der Konsumenten zunehmend für Aufmerksamkeit sorgt", sagt Torsten Grüske.

Postalische Werbesendungen: Wirkung, die über den Briefkasten hinausgeht

Print-Mailings zeigen im Dialogmarketing-Monitor 2026 eine besondere Stärke. Das wird deutlich bei den Befragten, die zu postalischer Werbung positiv oder neutral eingestellt sind - 69 Prozent aller befragten Verbraucher. 87 Prozent dieses Segments schauen sich adressierte Werbesendungen an, bei 66 Prozent werden die Print-Mailings auch von weiteren Personen im Haushalt angesehen. Adressierte Sendungen entfalten damit eine Reichweite, die über die eigentliche Zielperson deutlich hinausreicht. 72 Prozent dieser Gruppe bewahren Werbesendungen so auf, dass sie im Sichtfeld verbleiben - ein Werbedruck, den digitale Medien kaum replizieren können.

Besonders attraktiv sind Sendungen mit lokalen Angeboten (67 Prozent), mit Gutscheinen oder Coupons (65 Prozent) sowie Warenproben (56 Prozent). Auch unadressierte Werbesendungen punkten: 71 Prozent der empfangsbereiten Befragten geben an, dass diese ihnen einen guten Überblick über aktuelle Angebote bieten und bei der Kaufentscheidung helfen.

Der Dialogmarketing-Monitor 2026

Für den Dialogmarketing-Monitor 2026 hat das Marktforschungsinstitut Statista+ 1.500 Marketingentscheider zu ihren Werbeaktivitäten und Budgets im Jahr 2025 befragt. Die Werbetreibenden geben detailliert darüber Auskunft, welche Medien sie einsetzen, wie hoch die Ausgaben für die einzelnen Medien sind und wie viel in die Phasen der Wertschöpfungskette investiert wird. Der Monitor berücksichtigt alle Ausgaben von der Konzeption über die Produktion und Distribution bis zur Response-Erfassung und Erfolgsmessung. Er steht für eine Grundgesamtheit von rund 3,1 Millionen Unternehmen. Ergänzend wurde eine Konsumentenbefragung unter 1.500 Privatpersonen durchgeführt.

Pressekontakt

Alexander Edenhofer

Briefprodukte/ -dienstleistungen, Regulierung, Postpolitik, Elektromobilität, Bonn-Themen

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Charles-de-Gaulle-Str. 20
53113 Bonn

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