WHO - World Health Organization Regional Office for Europe

04/24/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/23/2026 23:59

Ungarn erweitert medizinische Lehrpläne zur Verbesserung der Impfkommunikation

Die Universität Debrecen in Ungarn arbeitet gemeinsam mit der WHO an der Erweiterung ihrer medizinischen Lehrpläne, um derzeitigen und künftigen Angehörigen der Gesundheitsberufe durch entsprechende Schulungen Sicherheit in Bezug auf die Information von Patienten und Betreuungspersonen über Impfungen und Impfstoffe zu geben.

Untersuchungen in mehreren Ländern der Europäischen Region der WHO haben ergeben, dass Gesundheitsfachkräfte die am meisten vertraute Quelle für Informationen über Impfungen sind und daher eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung einer hohen Inanspruchnahme aller empfohlenen Impfungen spielen. Die Gesundheitsberufe sind zwar in den fachlichen Aspekten der Impfstoffentwicklung, -sicherheit und -wirksamkeit geschult, verfügen aber in der Regel nicht über Strategien, um diese Informationen wirksam zu vermitteln, insbesondere an Menschen, die spezielle Bedenken haben oder zögern, sich impfen zu lassen.

Ab dem akademischen Jahr 2025-2026 umfasst der medizinische Lehrplan an der Universität Debrecen einen neuen Wahlkurs zum Thema Impfkommunikation. "Wir sind stolz darauf, diesen Kurs anbieten zu können, damit künftige Mediziner selbstbewusst und effektiv auf die Bedenken der Öffentlichkeit in Bezug auf Impfstoffe und andere wesentliche Fragen eingehen können", sagte Prof. János Sándor.

Aufrechterhaltung einer hohen Durchimpfung

Im Rahmen eines von der Europäischen Union (EU) finanzierten Projekts zur Beseitigung von Benachteiligungen besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen bei Impfmaßnahmen in mehreren Ländern hat die WHO Ungarn in seinen Bemühungen unterstützt, eine hohe Durchimpfung zu erreichen, u. a. durch einen chancengleichen Zugang zu Informationen und Impfangeboten. Um die Kommunikation des Gesundheitspersonals über Impfungen und Impfstoffe zu verbessern, hat die WHO mit der Universität Debrecen zusammengearbeitet:
  • durch Bewertung ihrer bestehenden medizinischen Lehrpläne;
  • durch Anpassung des Schulungsmaterials der WHO an die örtlichen Gegebenheiten zum Zwecke der Lehrplanentwicklung; und
  • durch Ermittlung von Schlüsselkompetenzen, die die Gesundheitsberufe benötigen, um die Fragen von Eltern und Betreuungspersonen effektiv beantworten zu können, und durch Bestimmung, wie sie in die Lehrpläne für die Aus- und Weiterbildung integriert werden sollen.
"Unsere Zusammenarbeit mit Unterstützung der EU wird langfristige und nachhaltige Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben", erklärte Dr. Brett Craig, Fachreferent beim Programm für impfpräventable Krankheiten und Immunisierung von WHO/Europa. "Es geht darum, in die Menschen zu investieren, die für das Vertrauen in Impfungen am wichtigsten sind - die Angehörigen der Gesundheitsberufe, die mit den Familien sprechen -, und dafür zu sorgen, dass sie über die nötigen Fähigkeiten und die Unterstützung verfügen, um andere zu mündigen Entscheidungen zu befähigen und die Gesundheit der Bevölkerung in Ungarn zu schützen."

Mit Unterstützung der WHO im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts wird die Universität Debrecen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Universitäten in Ungarn und in der EU bei der Erstellung von Lehrplänen zur Impfkommunikation prüfen.

Eine strategische Partnerschaft wurde auch mit dem Verband ungarischer Kinderärzte in der Primärversorgung aufgebaut, auf dessen Jahreskongress im Mai 2025 ein Workshop der WHO zur Impfkommunikation für Kinderärzte und andere Gesundheitsfachkräfte stattfand.

Möglichkeiten für eine länderübergreifende Zusammenarbeit

Die WHO wird auch weiterhin die Zusammenarbeit zwischen Universitäten erleichtern und eine breitere Übernahme und strategische Anpassung ihrer eigenen Schulungsmaterialien fördern. Der Prozess der Aufnahme der Impfkommunikation in die medizinischen Lehrpläne und die Lehren aus dem ersten Jahr der Umsetzung in Ungarn werden mit anderen interessierten Ländern geteilt, damit diese ebenfalls von den in Ungarn ergriffenen Initiativen profitieren können.

WHO - World Health Organization Regional Office for Europe published this content on April 24, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on April 24, 2026 at 05:59 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]