Bundesland Brandenburg

03/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/04/2026 10:02

Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern wird eröffnet

Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern wird eröffnet

Festakt der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

- Erschienen am 04.03.2026 - Presemitteilung 58

Ministerin Schüle und Staatssekretär Dünow nehmen an Festakt der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF teil

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Staatssekretär Tobias Dünow nehmen heute Abend an der Eröffnung des Zentrums Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF in Potsdam teil. Ministerin Schüle begrüßt den Start des bundesweit einmaligen Zentrums:

"Wir eröffnen das Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder offen sicht- und hörbar ist. In einer Zeit, in der öffentliche Debatten zunehmend von Enthemmung und Verrohung geprägt sind. Filme können vielleicht nicht die Welt retten. Aber sie können Erinnerung bewahren, Empathie schaffen und Debatten öffnen. Die Fernsehserie Holocaust und die Dokumentation Shoah von Claude Lanzmann haben das eindrucksvoll gezeigt. Deswegen braucht es auch einen Ort wie das Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern. Ein Ort, an dem unaufgeregte, differenzierte Diskussionen stattfinden und komplexe Fragen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden können. Ein Ort, der jüdisches Leben in seiner ganzen Vielfalt und Selbstverständlichkeit sichtbar macht. Dieses Zentrum ist das erste seiner Art in Deutschland - und es entsteht am richtigen Ort: An einer international renommierten Filmuniversität. An einem Standort, dessen Namensgeber Konrad Wolf jüdische Wurzeln hatte. In unmittelbarer Nähe eines Studios, das Zentrum jüdischer Filmschaffender war. Mit der Eröffnung dieses Zentrums setzen wir heute einen Meilenstein - für Brandenburg, für Deutschland und für die internationale Forschungs- und Erinnerungslandschaft."

Das Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern wird als Forschungs- und Transferzentrum an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gegründet. Die inhaltliche Arbeit des inter- und transdisziplinär ausgerichteten und transferorientierten Zentrums dreht sich um drei Schwerpunkte: Jüdische Filmforschung, audiovisuelle Erinnerung sowie Antisemitismus und Film. Daraus sollen konkrete Formate für (Weiter-)Bildung und den öffentlichen Dialog entwickelt werden. Das Zentrum wird in den kommenden Jahren schrittweise aufgebaut. Zum Jahresbeginn wurde Prof. Dr. Lea Wohl von Haselberg als Professorin für Jüdischen Film und Au-diovisuelle Erinnerung berufen. Sie soll das Zentrum aufbauen und wissenschaftlich leiten. Die anderen Gründungsprofessorinnen und -professoren sind Prof. Dr. Daniela Schlütz, Prof. Dr. Chris Wahl und Prof. Dr. Björn Stockleben. Der Aufbau des Zentrums wird im Rahmen des Hochschulvertrags mit dem Wissenschaftsministerium aus Landes- sowie aus Drittmitteln finanziert.

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF wurde 1954 als Deutsche Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg gegründet. Im Jahr 2014 wurde sie in eine Filmuniversität umgewandelt. Sie ist mit 23 spezialisierten künstlerischen und wissenschaftlichen Studiengängen die einzige Kunsthochschule des Landes Brandenburg und die einzige Filmuniversität Deutschlands. Derzeit sind rund 960 Studierende eingeschrieben. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Filmuniversität in diesem Jahr mit rund 22,5 Millionen Euro.

Weitere Informationen: https://www.filmuniversitaet.de

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