01/29/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/29/2026 05:59
Auch in diesem Jahr erinnert die Stadt Hildesheim am 22. März an die Zerstörung der Hildesheimer Innenstadt durch die alliierten Luftangriffe 1945 und nimmt in dem Zuge bereits zum zehnten Mal unter dem Titel "Hildesheimer Friedenstag" die Wahrung des Friedens in der Gesellschaft in den Blick.
Der Hildesheimer Friedenstag wird auch in diesem Jahr im Zeichen der Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 81 Jahren stehen und den Fokus auf den sozialen Frieden in Deutschland sowie die Errungenschaften unserer Demokratie legen. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer: "Vor dem Hintergrund der derzeit angespannten weltpolitischen Situation - insbesondere mit Blick auf die Entwicklungen in den USA, im Nahen Osten und in der Ukraine - fällt es zunehmend schwer, sich verlässlich zu orientieren und fundierte Informationen zu erhalten. Populistische Zuspitzungen, die gezielte Infragestellung von Fakten sowie ein wachsendes Misstrauen gegenüber etablierten Medien tragen zu dieser Verunsicherung bei. Vor diesem Hintergrund kommt der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer demokratischen Grundwerte eine besondere Bedeutung zu. Nur durch gemeinsames Engagement und eine offene, faktenbasierte Auseinandersetzung lässt sich eine sichere und lebenswerte Zukunft gestalten - ein Anspruch, der im Zentrum des Hildesheimer Friedenstages steht."
[Link][Link]Ahmad Mansour hält 2026 die "Hildesheimer Friedensrede".© Heike Steinweg
Ein wesentlicher Bestandteil des Friedenstags ist die "Hildesheimer Friedensrede". Nach dem EU-Abgeordneten und früheren Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, Bischof Heiner Wilmer, der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Dr. Katarina Barley, der Friedensnobelpreisträgerin Prof. Dr. Irina Scherbakowa sowie dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff konnte mit dem israelisch-deutschen Psychologen und Autor arabisch-palästinensischer Herkunft Ahmad Mansour erneut ein hochkarätiger Festredner gewonnen werden. "Ahmad Mansour setzt sich seit vielen Jahren mit großer Entschlossenheit und fachlicher Tiefe für die Stärkung unserer demokratischen Gesellschaft ein. Mit seiner Expertise in der Extremismusbekämpfung und Demokratieförderung bezieht er klar Position und appelliert immer wieder an die Verantwortung jedes Einzelnen. Seine Sichtweise auf Demokratie, seine kritische Auseinandersetzung mit Radikalisierung sowie seine stetige Arbeit für Toleranz und Aufklärung sind von unschätzbarem Wert für den öffentlichen Diskurs" erklärt Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer.
Zum "Hildesheimer Friedenstag"
In Kooperation mit den Hildesheimer Hochschulen, der Evangelischen Kirche und der Katholischen Kirche richtet die Stadt Hildesheim jährlich am 22. März den "Hildesheimer Friedenstag" aus, um an die Zerstörung der Stadt im Jahr 1945 zu erinnern und gleichzeitig den Blick auf die Friedenswahrung in Gegenwart und Zukunft zu richten. Der "Hildesheimer Friedenstag" beginnt auch in diesem Jahr um 13.10 Uhr, wenn zum Zeitpunkt des Bombardements 1945 für einige Minuten die Kirchenglocken in der Stadt läuten. Im Anschluss wird in der Bürgerkirche St. Andreas an die Zerstörung der Stadt erinnert, bevor der "Hildesheimer Friedenspreis" an eine Einrichtung oder eine Initiative aus Hildesheim übergeben wird, die sich in ihrem Wirkungs- und Arbeitsbereich in besonderer Weise für ein friedliches Zusammenleben einsetzt. Zentraler Höhepunkt ist schließlich die "Hildesheimer Friedensrede", die in Zeiten zunehmender Radikalisierungs- und Abgrenzungstendenzen Menschen sensibilisieren und darin bestärken soll, für demokratische Werte, Toleranz und Respekt einzutreten.