02/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/03/2026 10:02
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Herr Präsident, lieber Herr Fess,
liebe Majestätinnen und Majestäten,
herzlich willkommen im Bundeskanzleramt! Mensch, ginge es doch hier immer so fröhlich zu! Ich freue mich, dass Sie da sind und dass wir die Tradition fortsetzen, dass Abordnungen aus allen Bundesländern in der Woche vor den großen Karnevalsfesten in das Bundeskanzleramt kommen. Ich freue mich, dass Sie auch mit großer Pressebegleitung heute hier sind, zu einem Zeitpunkt, zu dem uns Fröhlichkeit, Ausgelassenheit und ordentlich zu feiern ganz besonders gut tut.
Ich freue mich auch deshalb, dass Sie hier sind, weil ich dem Karneval ja auch jedenfalls ein bisschen verbunden bin. Das beginnt mit meinem Geburtstag. Ich bin am 11.11.55 geboren, und ich hatte eine rheinische Großmutter aus Andernach. - Ja, ich sehe es schon, Rheinland-Pfalz ist auch da! - Ich hatte im vergangenen Jahrhundert dreimal Gelegenheit, mit richtig schönen Schnapszahlen Geburtstag zu feiern: Am 11.11.77 wurde ich 22 - 66 habe ich, glaube ich, noch nicht gefeiert -, am 11.11.88 33, am 11.11.99 44. Kann das einer von Ihnen toppen? - Na, sehen Sie! Dann hat mir der Jahrhundertwechsel einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn seitdem ist es mit den Schnapszahlen vorbei. Aber der 11.11. ist mir geblieben. Ich feiere diese Geburtstage gern. Sie sind auch der Beginn der Karnevalszeit für Sie; am 11.11. um 11.11 Uhr fängt alles an, und dann geht's los.
Noch einmal: Schön, dass Sie alle da sind, dass Sie diese Tradition aufrechterhalten und dass Sie damit ein Stück Kultur unseres Landes pflegen und zeigen, wie lebendig Vereine, auch Traditionsvereine sind und wie ausgelassen wir feiern können!
Da ich nun aus dem kurkölnischen Sauerland komme, habe ich das Privileg, beides zu haben, Karneval und Schützenfeste. Das haben die meisten von Ihnen nicht. Insofern sind Sie hier heute genau am richtigen Ort.
Ich werde heute Nachmittag einige Teile des Bundeskabinetts sehen, und ich werde sie von Ihnen, wenn Sie wollen, herzlich grüßen und ein bisschen von der Fröhlichkeit mit in die Sitzung nehmen, die Sie heute in das Kanzleramt bringen; ich versuche es jedenfalls.
Meistens haben wir ja hier, wenn hier einmal Musik ist, das Stabsmusikkorps der Bundeswehr, das die Nationalhymnen spielt. Wenn wir Staatsgäste in Berlin haben, dann machen wir meistens draußen auf dem Vorplatz den Empfang mit militärischen Ehren. Dies gefällt mir heute mindestens genauso gut, dass wir also auf diese Weise einmal fröhliche, ausgelassene Musik im Kanzleramt haben. Herzlichen Dank an Sie alle. Es macht große Freude, auch diese Musik zu hören.
Ich darf das, so denke ich jedenfalls, im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier im Hause sagen, stellvertretend für diejenigen, die mit dazugekommen sind, so den Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, der auch hier ist. Ich glaube, es ist sogar das erste Mal, dass der Staatsminister für Kultur und Medien an diesem Empfang teilnimmt. Aber ich wollte das einfach auch deshalb gerne sagen, weil wir das, was Sie tun, als einen Teil unserer Kultur in Deutschland empfinden, und deswegen ist der zuständige Staatsminister mit hier, den ich auch herzlich willkommen heiße.
In diesem Sinne noch einmal ein herzliches Willkommen! Ich wünsche Ihnen eine schöne Session, die jetzt vor Ihnen und uns liegt.
Ich werde am Tag von Weiberfastnacht - das ist aber nicht meine Terminidee gewesen, sondern die der Europäischen Union - mit den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in der Nähe von Brüssel einen ganzen Tag in Klausur gehen, und wir werden miteinander über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie reden und sprechen. Ich wäre an dem Tag eigentlich ganz gerne auch karnevalsmäßig ein bisschen unterwegs gewesen. Der einzige Vorteil, der sich unmittelbar für mich ergibt: Ich rette meine Krawatte. - Insofern noch einmal herzlich willkommen, feiern Sie schön, eine schöne Karnevalszeit!
Herzlichen Dank, dass Sie sich in den Karnevalsvereinen in ganz Deutschland so engagieren; das möchte ich Ihnen sagen. Machen Sie das weiter. Noch einmal: Es ist ein Stück deutscher Kultur, das Sie pflegen. Herzlich willkommen im Kanzleramt!