02/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/12/2026 03:24
Österreichischer Regierungschef beim European Industry Summit in Antwerpen
Im Vorfeld des EU Leaders' Retreatnahm Bundeskanzler Christian Stocker auf Einladung des belgischen Premierministers Bart De Wever am European Industry Summitin Antwerpen teil. Dieser wurde vom belgischen Premierminister gemeinsam mit dem Verband der europäischen Chemieindustrie organisiert. Er diente dem Austausch von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und fand zum dritten Mal statt. Ziel ist es, Industrieflucht zu verhindern und Energiekosten zu senken.
Im Zentrum der Gespräche standen dabei eine Reihe brennender Themen: Handel, Lieferketten, Zugang zu Finanzmitteln, Schaffung von Nachfrage für "Made in Europe" Produkte sowie Senkung der Energiekosten und Herausforderungen beim Übergang zu Netto-Null-Emissionswirtschaft.
"2026 wird ein entscheidendes Jahr für Europa. Es geht um Wohlstand, Arbeitsplätze und darum, das Abwandern unserer Industrie zu verhindern", so der Bundeskanzler. Er hielt fest, dass Europa in den letzten Jahren gegenüber den USA und China an Boden verloren habe. Diese Entwicklung müsse jetzt gestoppt werden, wenn es der EU mit der Wettbewerbsfähigkeit ernst sei. Dabei müsse zu allererst bei den Energiepreisen angesetzt werden. "Leistbare Energie ist die Grundlage für industrielle Stärke. Dazu gehören eine Reform der Marktgestaltung, die Entkopplung von Gas- und Strompreisen, die Verlängerung der Gratiszertifikate im Emissionshandel und eine Anpassung des Green Deal", so der Bundeskanzler.
Gleichzeitig benötige es einen klaren Europe-first-Ansatz. Große Zukunftsprojekte müssten Wertschöpfung in Europa sichern. Dabei sei fairer Wettbewerb entscheidend. Es sei nicht akzeptabel, dass Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich für dieselben Produkte mehr bezahlen als in europäischen Nachbarländern. "Dieser Österreich-Aufschlag muss beendet werden", forderte Stocker.
"Europa muss einfacher werden. Weniger Bürokratie, ein stärkerer Binnenmarkt und ein funktionierender Kapitalmarkt sind entscheidend, damit Investitionen in Europa bleiben. Und wir brauchen eine selbstbewusste, faire Handelspolitik, die unsere Interessen schützt. Unsere Wettbewerbsfähigkeit entscheidet über unsere Zukunft - in Europa und in Österreich. Europa muss deshalb endlich vom Reden ins Tun kommen", so der österreichische Regierungschef.
Bundeskanzler Stocker wird beim EU Leaders' Retreatfolgende zentralen 5 Forderungen für ein stärkeres Europa und Österreich vorlegen, die er am Dienstag bereits mit seinen Amtskollegen aus der Slowakei und Tschechien besprochen hat.