Federal Ministry of Education of the Republic of Austria

07/14/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/14/2026 05:51

Wiederkehr/Pröll: KI-Kompetenzen müssen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben und Rechnen

Künstliche Intelligenz wird zu einer Schlüsselkompetenz für Alltag, Bildung, Arbeitswelt und Standort. Mit dem neuen Lehrplan "Informatik und Künstliche Intelligenz" wird systematisch im schulischen Kontext verankert. Gleichzeitig schafft das österreichische -Basiscurriculum einen praxisnahen Orientierungsrahmen, der -Kompetenzen altersgerecht, lebensnah und anschlussfähig vermittelt. Der Aktionsplan -Kompetenzen für Österreich führt diese Grundlagen in einem gemeinsamen Umsetzungsrahmen zusammen.

"Künstliche Intelligenz verändert, wie wir lernen, arbeiten und Informationen einordnen. Daher ist es entscheidend, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig ein fundiertes Verständnis für KI entwickeln um sie effizient nutzen und verantwortungsbewusst damit umgehen können. Mit dem neuen Lehrplan "Informatik und Künstliche Intelligenz" verankern wir diese Zukunftskompetenz systematisch in der Schule und stärken damit die digitale Mündigkeit junger Menschen", so Bildungsminister Christoph Wiederkehr. "Künstliche Intelligenz darf kein Spezialwissen für wenige bleiben. KI-Kompetenzen müssen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Mit dem neuen Lehrplan, dem österreichischen KI-Basiscurriculum und dem Aktionsplan KI-Kompetenzen schaffen wir die Grundlage dafür, dass junge Menschen KI verstehen, kritisch einordnen und verantwortungsvoll nutzen können", so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Neuer Lehrplan verbindet Informatik, KI und digitale Mündigkeit

Der Lehrplan "Informatik und Künstliche Intelligenz" greift als integrativen Bestandteil digitaler Bildung auf. Damit wird Künstliche Intelligenz nicht isoliert behandelt, sondern mit Grundlagenwissen, Datenverständnis, Reflexionsfähigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und praktischer Anwendung verbunden. Das -Basiscurriculum dient dabei als unterstützenderOrientierungsrahmen.

"Unser Ziel ist ein zeitgemäßer Informatikunterricht, der technisches Verständnis mit kritischem Denken verbindet. Schülerinnen und Schüler sollen KI-Anwendungen nicht nur nutzen können, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und welche Auswirkungen sie auf Gesellschaft, Demokratie und Arbeitswelt haben", so Wiederkehr.

-Basiscurriculum als Orientierungsrahmen für -Kompetenzen

Das -Basiscurriculum wurde im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive von der Universität für Weiterbildung Krems entwickelt und beschreibt, was grundlegende -Kompetenz in Österreich bedeutet. Es richtet sich an Menschen ohne technisches Vorwissen und bietet Bildungsanbietern, Bildungspolitik, Lehrenden und Lernenden eine gemeinsame Grundlage für den gezielten Aufbau von -Basiskompetenzen.

Das -Basiscurriculum umfasst sieben Lernfelder: erkennen und verstehen, verantwortungsvoll mit umgehen, -gestützte Informationen bewerten, mit kommunizieren und kooperieren, kreativ mit generativer gestalten, Prozesse und Entscheidungen mit reflektieren sowie Lernen und Leben im digitalen Wandel gestalten.

Aktionsplan -Kompetenzen bündelt Maßnahmen für ganz Österreich

Mit dem Aktionsplan -Kompetenzen für Österreich wird dieser Ansatz breiter ausgerollt. Der Aktionsplan bündelt Maßnahmen für Schule, Weiterbildung, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht ein dreistufiger -Kompetenz-Stack: von -Basiskompetenzen über Anwendungskompetenzen bis hin zu vertiefter -Expertise.

Drei Basisprogramme sichern die gemeinsame Umsetzung: das -Basiscurriculum als Referenzstandard, die Initiative "She goes " zur Stärkung von Frauen im -Bereich und ein Skills Dashboard für Transparenz, Steuerung und Wirkungsmessung.

"Österreich braucht -Kompetenzen in der Breite und -Expertise in der Spitze. Der Aktionsplan -Kompetenzen verbindet beides: Er schafft Orientierung für Bürgerinnen und Bürger, unterstützt Bildungseinrichtungen und Unternehmen und stärkt zugleich Verwaltung, Wissenschaft und Standort", so Pröll.

Gemeinsame Standards für Schule, Weiterbildung und Arbeitswelt

Der Handlungsbedarf ist klar: 70 Prozent der Menschen in Österreich schätzen ihr Wissen über als gering ein. Gleichzeitig nutzen bereits 39 Prozent generative . In der Arbeitswelt sehen mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen als nützlich für den eigenen Beruf. Damit der Kompetenzaufbau mit der technologischen Entwicklung Schritt hält, braucht es verständliche Angebote, gemeinsame Standards und klare Lernpfade.

"Schule muss junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, in der eine immer größere Rolle spielt. Dazu gehören Anwendungskompetenz, kritische Urteilsfähigkeit und ein reflektierter Umgang mit digitalen Werkzeugen. Der neue Lehrplan ist dafür ein wichtiger Schritt", so Wiederkehr. "Unser Ziel ist ein -kompetentes Österreich. Das beginnt in der Schule, reicht in die Erwachsenenbildung, in Betriebe, Hochschulen und Verwaltung und endet nicht beim Umgang mit einzelnen Tools. Wir wollen, dass Menschen sicher, produktiv und vertrauenswürdig nutzen können - und dass Österreich diese Schlüsseltechnologie souverän mitgestaltet", so Pröll abschließend.

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