04/29/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/29/2026 12:37
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in Moormerland das Logistikunternehmen Akkermann besucht. Der Kanzler traf auch Vertreter der regionalen Wirtschaft aus der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer und dem Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung zum Austausch.
Der Kanzler machte bei seinem Besuch deutlich, "welche überragende Bedeutung die maritime Wirtschaft für uns alle hat". Wichtig sei, so der Bundeskanzler, die strategische Bedeutung von Wasserwegen und Häfen richtig einzuordnen. Es bestehe ein großes Interesse daran, "dass hier im Norden in Deutschland auch die Hafeninfrastruktur und die Wasserwege gut ausgebaut werden". Zudem müssten die Arbeitskosten sinken, damit Mittelstandsunternehmen wie dieses auch in Folgegenerationen weiter bestünden.
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Meine Damen und Herren, herzlichen Dank, dass Sie mit dabei sind im schönen Friesland, von Emden kommend! Ich freue mich, dass Gitta Connemann mir die Gelegenheit gegeben hat, heute die Firma Akkermann zu besuchen.
Der Auftakt waren der Tag in Emden und die maritime Wirtschaft. Ich habe versucht, darauf hinzuweisen, welche überragende Bedeutung die maritime Wirtschaft für uns alle hat. Es ist wichtig, dass wir das im Blick behalten und auch aus der bundespolitischen Sicht heraus die strategische Bedeutung von Wasserwegen und Häfen richtig einordnen. Das gilt sowohl für unsere Volkswirtschaft als auch für unsere Sicherheit. Insofern haben wir auch in der Bundesregierung ein wichtiges Augenmerk auf die Hafeninfrastruktur gerichtet und versuchen auch mit den Ländern zusammen, die dafür zuständig sind, eine entsprechende Entwicklung zu ermöglichen.
Die maritime Wirtschaft insgesamt ist ein wichtiger Teil unserer Volkswirtschaft. Ich habe darauf hingewiesen und ich will es hier gerne noch einmal wiederholen: 90 Prozent des globalen Handels gehen über Wasserwege. Insofern haben wir ein hohes Interesse daran, dass hier im Norden in Deutschland auch die Hafeninfrastruktur und die Wasserwege gut ausgebaut werden. Ich spreche mich auch erneut für die Vertiefung der Ems aus, damit wir, was den Zugang gerade von den Werken angeht, die dort an der Ems liegen - das ist bei Weitem nicht nur eine große Werft, das sind auch viele andere -, die Chance haben, Wasserwege dann auch mit größeren Schiffen zu befahren und zu nutzen.
Wir haben hier eine sehr intensive Diskussion mit der und mit der Handwerkskammer über Standortbedingungen und die mittelständische Wirtschaft geführt. Ich habe das den Gastgebern gesagt: Das ist wie bei mir zu Hause auch. Wir haben eine große Zahl von kleineren und mittleren Unternehmen, aber auch von Unternehmen, die weltweit erfolgreich tätig sind, in den ländlichen Regionen. Die ländlichen Regionen sind für Deutschland einfach enorm wichtig, auch in ihrer ganzen Struktur. Insofern wollen wir uns intensiv darum bemühen, auch Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit in den ländlichen Regionen zu erhalten.
Ich will mich ausdrücklich bei Gitta Connemann bedanken, die ja als Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung sehr intensiv tätig ist, auch gerade für den Mittelstand. Es gibt keine stärkere Stimme für den Mittelstand als Gitta Connemann in Deutschland. Ich muss sagen: Ich finde es auch immer eindrucksvoll, wenn ich dann einmal so wie hier heute bei der Firma Akkermann, bei der , bei der Handwerkskammer bin und auch sehe, mit welch großem Engagement sie da unterwegs ist und mit welch großer Zustimmung sie auch diese Arbeit macht.
Wir wollen das gemeinsam hinbekommen, auch in der Koalition in Berlin. Wir haben heute Morgen die größte Reform der gesetzlichen Krankenversicherung im Kabinett verabschiedet, die es in den letzten zwei Jahrzehnten gab. Damit stabilisieren wir die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Die nächste Reform wird schon in wenigen Wochen folgen, nämlich die Reform der sozialen Pflegeversicherung. Dann folgen im Sommer die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und über den Jahreswechsel eine Steuerreform.
Die wichtigste Botschaft ist für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und für Unternehmen: Arbeit und Leistung müssen sich lohnen! Deswegen müssen wir bei den Kosten herunter, wir müssen bei den Arbeitskosten herunter. Wenn wir das machen, dann haben wir alle Chancen, solche Unternehmen wie dieses, das zurzeit von drei Generationen geführt wird, nämlich der zweiten, der dritten und der vierten, auch in der fünften Generation zu erleben und zu sehen. Das ist genau mein Wunsch, dass wir heute unsere Arbeit machen, die es morgen auch der jungen Generation ermöglicht, sichere Arbeitsplätze in gut geführten Unternehmen zu haben.
Insofern noch einmal auch der Familie Akkermann und Ihnen, Akkermann Senior, herzlichen Dank für die Gastfreundschaft hier in Ihrem Betrieb! Es hat große Freude gemacht, heute bei Ihnen zu sein. Herzlichen Dank!