03/16/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/16/2026 10:02
Österreich wird Helmut Ettl, derzeit Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), für die Funktionsperiode vom 1. November 2026 bis 31. Oktober 2028 als Exekutivdirektor im Internationalen Währungsfonds (IWF) nominieren. Diese Entscheidung wurde - nach Abschluss eines gemeinsam durchgeführten Auswahlverfahrens - von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) getroffen.
Helmut Ettl gehört dem Vorstand der FMA seit 2008 an und verfügt damit über langjährige und umfassende Erfahrung in der Finanzmarktaufsicht. Zudem ist er seit Beginn der europäischen Bankenunion im Jahr 2014 Mitglied des Aufsichtsgremiums in der Europäischen Zentralbank. Seit 2011 ist er Mitglied im Rat der Aufseher der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA), seit 2023 deren stellvertretender Vorsitzender. Vor seiner Bestellung zum Vorstand der FMA war Ettl Leiter der Hauptabteilung Bankenaufsicht sowie der Abteilung für Bankenanalyse und -revision der OeNB.
Österreich bildet im IWF gemeinsam mit der Türkei, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien sowie dem Kosovo eine Stimmrechtsgruppe. Diese Ländergruppe wird im 25-köpfigen Exekutivdirektorium des IWF durch einen Exekutivdirektor vertreten. Das Gremium führt die laufenden Geschäfte und fällt zentrale operative Entscheidungen des Fonds.
Die offizielle Wahl des Exekutivdirektoriums erfolgt im Herbst dieses Jahres. Helmut Ettl wäre nach Hans Prader (2012-2014) erst der zweite österreichische Vertreter in der Funktion eines Exekutivdirektors im IWF.