06/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/30/2026 04:53
Ob Cyberangriff, Datendiebstahl oder Ausfälle in den Rechenzentren: Der Landkreis und seine Städte und Gemeinden arbeiten momentan an einem gemeinsamen Konzept für IT-Notfälle.
Ob Cyberangriff, Datendiebstahl oder Ausfälle in den Rechenzentren: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden arbeiten momentan an einem gemeinsamen Konzept für IT-Notfälle. Ziel der Kooperation ist es, die Handlungsfähigkeit der Verwaltungen in Krisenszenarien durch gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Maßnahmen zu sichern.
Schnelle und unbürokratische Amtshilfe
Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie sich die Kommunen bestmöglich auf IT-Notfälle vorbereiten können - und im Ernstfall durch eine unbürokratische und rasche gegenseitige Unterstützung handlungsfähig bleiben. Erst in 2023 hatte der Landkreis - nach einem Cyberangriff auf die Südwestfalen-IT - einen der davon betroffenen Landkreise, den Hochsauerlandkreis, unterstützt, indem die Autozulassungen für einige Wochen von HSK-Mitarbeitenden in den Räumlichkeiten des Landkreises Waldeck-Frankenberg durchgeführt wurden. Ein klassisches Beispiel von schneller Amtshilfe, die der Landkreis Waldeck-Frankenberg und seine Kommunen für den Ernstfall auch untereinander vereinbart haben.
Ressourcen teilen, Kooperation vereinbaren
Das kann beispielsweise das Teilen von VPN-Zugängen oder Notebooks bedeuten, aber auch das zur Verfügung stellen von Notfallpersonal oder entsprechender Räumlichkeiten - je nach dem, was die betroffene Kommune im IT-Notfall individuell benötigt. Gebildet werden soll auch ein gemeinsamer Pool von an Notfall-Notebooks, auf die betroffene Kommunen dann schnell zugreifen können. Hier soll auch auf Unterstützungsmaßnahmen des Landes zurückgegriffen werden.
Um das Konzept konkret zu gestalten, wird hierzu momentan auch an einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Landkreis, den Städten und Gemeinden gearbeitet, die die Details der interkommunalen Zusammenarbeit regelt. Dafür treffen sich die Vertretenden der Städte und Gemeinden und des Landkreises in regelmäßigen Abständen, um am Notfallplan zu arbeiten und für den Ernstfall vorzusorgen. Dafür sollen darüber hinaus auch IKZ-Fördermittel beim Land Hessen beantragt werden. Ebenso sind gemeinsame Notfall-Übungen geplant.
Im Ernstfall schnell, pragmatisch und solidarisch helfen
"Wie wir am Beispiel des Hochsauerlandkreises gesehen haben, können IT-Notfälle jede Verwaltung treffen und die Handlungsfähigkeit deutlich einschränken", sagt Landrat Jürgen van der Horst. Davon könnten der Landkreis, Städte und Gemeinden gleichermaßen betroffen sein. "Mit der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit wollen wir uns im Ernstfall schnell, pragmatisch und solidarisch helfen, damit die Serviceleistungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst uneingeschränkt funktionieren", sagt der Landrat. "Daher stimmen wir uns bereits jetzt ab und erarbeiten präventiv ein Konzept für den Ernstfall - in der Hoffnung, dass wir dieses nicht anwenden müssen."