04/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/10/2026 09:38
Der Bruttoabsatz am deutschen Rentenmarkt lag im Februar 2026 mit 129,1 Mrd € deutlich unter dem Wert des Vormonats (156,2 Mrd €). Nach Abzug der gegenüber dem Vormonat gestiegenen Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten stieg der Umlauf inländischer Rentenpapiere um 9,3 Mrd €, nachdem im Januar im Ergebnis 50,5 Mrd € abgesetzt worden waren. Gleichzeitig stieg der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland um 18,8 Mrd €. Das Mittelaufkommen aus dem Verkauf in- und ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland betrug somit 28,1 Mrd €.
Die öffentliche Hand begab im Berichtsmonat Anleihen in Höhe von netto 5,6 Mrd € (Januar: 26,0 Mrd €). Der Bund erhöhte seine Kapitalmarktverschuldung geringfügig um 0,6 Mrd €. Er begab vor allem zweijährige Schatzanweisungen (6,0 Mrd €), 20-jährige Anleihen (5,5 Mrd €) und fünfjährige Obligationen (3,6 Mrd €), aber auch Anleihen mit sieben, 15 und 30 Jahren Laufzeit (2,8 Mrd €, 1,9 Mrd € beziehungsweise 2,4 Mrd €). Dem standen Tilgungen zehnjähriger Bundesanleihen von 23,9 Mrd € gegenüber. Die Länder und Gemeinden begaben Anleihen für netto 4,9 Mrd €.
Inländische Unternehmen erhöhten im Februar ihre Kapitalmarktverschuldung um 3,2 Mrd €, nach 7,1 Mrd € im Vormonat. Im Ergebnis begaben weit überwiegend nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften neue Anleihen (4,3 Mrd €), während Sonstige Finanzinstitute Schuldverschreibungen für netto 1,1 Mrd € tilgten.
Die inländischen Kreditinstitute emittierten im Februar Anleihen für netto 0,5 Mrd €, nach 17,4 Mrd € im Vormonat. Begeben wurden vor allem Öffentliche Pfandbriefe (1,3 Mrd €), daneben aber auch flexibel gestaltbare Sonstige Bankschuldverschreibungen (0,7 Mrd €). Hingegen war der Umlauf von Hypothekenpfandbriefen und Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute leicht rückläufig (- 1,2 Mrd € beziehungsweise - 0,3 Mrd €).
Auf der Erwerberseite standen im Februar vor allem ausländische Investoren im Vordergrund. Sie nahmen hiesige Rentenwerte für netto27,5 Mrd € in ihre Portfolios. Heimische Kreditinstitute erwarben Rentenwerte für per saldo 13,4 Mrd €. Dabei handelte es sich überwiegend um inländische Schuldverschreibungen. Inländische Nichtbankenvergrößerten ihr Rentenportfolio um netto 3,2 Mrd €. Dabei handelte es sich im Ergebnis ausschließlich um ausländische Werte. Der Anleihebestand der Bundesbank verringerte sich im Ergebnis um 15,9 Mrd €. Dies ist vor allem auf auslaufende Papiere aus den Ankaufprogrammen des Eurosystems zurückzuführen.
Am deutschen Aktienmarkt nahmen im Berichtsmonat inländische Gesellschaften über die Ausgabe neuer Aktien kaum zusätzliche Eigenmittel auf (0,1 Mrd €, nach 4,5 Mrd € im Januar). Der Umlauf ausländischer Anteilspapiere in Deutschland sank um 6,7 Mrd €. Auf der Erwerberseite traten im Ergebnis allein inländische Kreditinstitute in Erscheinung. Sie erwarben Aktien für netto 7,0 Mrd €. Inländische Nichtbanken und gebietsfremde Investoren trennten sich hingegen von Aktien für per saldo 12,5 Mrd € beziehungsweise 1,0 Mrd €.
Inländische Investmentfonds setzten im Februar Fondsanteile für netto 7,6 Mrd € am Markt ab, nach 8,0 Mrd € im Januar. Von den neuen Mitteln profitierten überwiegend Publikumsfonds (4,7 Mrd €). Unter den Anlageklassen konnten vor allem Aktienfonds (3,0 Mrd €), Rentenfonds (2,2 Mrd €) und Gemischte Wertpapierfonds (1,7 Mrd €) neue Anteile absetzen. Am deutschen Markt aktive ausländische Fondsgesellschaften platzierten Zertifikate für 17,7 Mrd €. Als Erwerber von Investmentfondsanteilen traten im Berichtsmonat im Ergebnis überwiegend inländische Nichtbanken auf (24,0 Mrd €). Ausländische Investoren und hiesige Nichtbanken vergrößerten ihr Fondsengagement im Ergebnis um 0,8 Mrd € beziehungsweise 0,4 Mrd €.