03/06/2026 | Press release | Archived content
Am Mittwoch, den 11.03., konnte im Forst des Hohen Neuendorfer Ortsteils Borgsdorf erneut erfolgreich Weltkriegsmunition gesprengt werden. Von dem Sperrkreis, der um 8 Uhr in Kraft trat und um 16:16 Uhr wieder aufgehoben werden konnte, war auch ein kleiner Teil des Oranienburger Ortsteils Lehnitz betroffen. Pendlerinnen und Pendler mussten teils große Umfahrungen in Kauf nehmen und auch der Bahnverkehr von und nach Oranienburg war mehrere Stunden unterbrochen.
Im Nachbarort Borgsdorf (Stadt Hohen Neuendorf) muss am Mittwoch, den 11.03., zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen Kriegsmunition im Wald gesprengt werden. Die Munition wurde im Rahmen einer durch die Forst Brandenburg beauftragten Absuche gefunden, die Sprengung erfolgt in Verantwortung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg (KMBD).
Die Stadt Hohen Neuendorf wird im Umkreis von 1.000 Metern einen Sperrkreis um den Fundort der Munition einrichten. Ein kleinerer Teil des Sperrkreises befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Oranienburg, im Ortsteil Lehnitz. Auch die Anglersiedlung entlang der Havel ist betroffen. Rund 90 Einwohnerinnen und Einwohner müssen am 11.3. evakuiert werden. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden per Brief durch die Oranienburger Stadtverwaltung informiert.
Für die Absicherung des Teilsperrkreises im Ortsteil Lehnitz und der Anglersiedlung wird die Oranienburger Stadtverwaltung eine Wachschutzfirma einsetzen. Kameraden der Feuerwehr werden die Straßen am Tag der Sprengung kontrollieren. Zusätzlich wird eine Drohne im Einsatz sein.
Der Sperrkreis soll am 11.3. zu 8 Uhr in Kraft treten und darf dann nicht mehr betreten werden. Die Sprengung wird voraussichtlich bis 16 Uhr andauern. Einsatzbedingt kann es aber zu Verzögerungen kommen.
Mehrere Straßen sind dann ebenfalls nicht passierbar: die Verbindungsstraße zwischen Lehnitz und Alt-Borgsdorf (Chausseestraße) sowie die alte B 96 (Berliner Chaussee) zwischen Havelhausen und »Pflanzen Kölle«. Weiträumig umfahren werden kann der Sperrkreis über Lehnitz/Summt/A10 oder über die neue B96 (Umfahrung) und die Birkenallee in Oranienburg.
Vom Sperrkreis betroffen sind auch der Oder-Havel-Kanal und die Bahnstrecke (S1/Regionalbahnen).
Da die Bahntrasse im Sperrgebiet liegt, kommt der Bahnverkehr für mehrere Stunden zum Erliegen.
Ab 8 Uhr wird die S1 nicht mehr in Borgsdorf stoppen, sondern ohne Halt weiterfahren. Ab 11 Uhr kommt schließlich der gesamte Bahnverkehr zwischen Birkenwerder und Oranienburg-Lehnitz zum Erliegen. Die S1 aus Berlin endet dann in Birkenwerder.
Es gibt dann ab 11 Uhr Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen den Bahnhöfen Oranienburg und Birkenwerder (ohne Halt in Borgsdorf und Lehnitz; nach Lehnitz kommt man von Oranienburg weiterhin mit der S1 im Pendelverkehr).
Betroffen sind auch der Fernverkehr und die Regionalbahnen. Aus dem Norden kommende Regionalzüge der RE5, RE6 und die RE12 enden in Oranienburg. Wer weiter nach Berlin muss, kann einen Bus des Schienenersatzverkehrs nach Birkenwerder nutzen und dort die S-Bahn nehmen.
Infos bei der S-Bahn unter https://sbahn.berlin/fahren/bauen-stoerung/bauen/1283/auswirkung/1663/ oder auf den Seiten der Deutschen Bahn und der NEB.
Als Anlaufstelle für evakuierte Bürgerinnen und Bürger wird in Lehnitz eine Räumlichkeit im Friedrich-Wolf-Haus, Friedrich-Wolf-Straße 31, eingerichtet. Wer Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigt, meldet sich bitte bis spätestens Montag, den 9.3. unter der Telefonnummer (03301) 600 6592 oder (03301) 600 6593 bei der Stadtverwaltung.
Die Gesamtverantwortung der Sprengung liegt in den Händen des KMBD und der Stadt Hohen Neuendorf. Weitere Informationen sind zu finden auf www.hohen-neuendorf.de.